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Schüleraustausch
Mittlerweile haben an die 300 deutsche und polnische Schülerinnen an diesem Begegnungsprogramm teilgenommen; sie alle und ihre Familien sind Multiplikatoren auf dem Weg der deutsch-polnischen Völkerverständigung. Durch bessere und vertiefte gegenseitige Kenntnis der politischen und sozialen Lage des anderen Landes, seiner Geschichte, seiner Kultur und seiner Menschen sollen die teilnehmenden Schülerinnen befähigt werden:
Margret Paprotta
Organisiert und betreut wird er auf Ratinger Seite jeweils von der Französischlehrerin, die gerade den fremdsprachlichen Kurs der 10. Klasse leitet; und auf französischer Seite von der dortigen Deutschlehrerin Christine Noël, die als gebürtige Deutsche in Düsseldorf zur Schule ging. In nur acht Stunden bringt ein Hochgeschwindigkeitszug die 12 bis 16 Schülerinnen aus der Dumeklemmerstadt via Paris in die traditionsreiche, malerische Hafenstadt am Mittelmeer. Dort wohnen sie eine Woche lang in Gastfamilien, nehmen am Schulunterricht teil und lernen Land und Leute kennen. Denn neben dem Schulischen wird ein abwechslungsreiches Ausflugs- und Besichtigungsprogramm geboten. Und an Raum für individuelle Erfahrungen in den Gastfamilien, deren Herzlichkeit unsere Schülerinnen immer neu beeindruckt, ist natürlich auch gedacht. Was Wunder, wenn sie unter strahlend blauem Himmel den Frühling in dieser zauberhaften Region ebenso genießen wie die Heiterkeit und Aufgeschlossenheit der Menschen in der Provence! Für den Gegenbesuch hat sich ein wenig die Vorweihnachtszeit mit unseren bunten Weihnachtsmärkten und der adventlichen Besinnlichkeit eingespielt. Gleichsam ein Kontrastprogramm, das bei den Jugendlichen aus Frankreich großen Anklang findet. Und für die Kultur unserer Region geben der Neandertaler, der Dom zu Köln und die "Kö" allemal eine gute Visitenkarte ab. Die Gasteltern tun auch hier ein Übriges, den Aufenthalt für die Jugendlichen zum nachhaltigen Erlebnis zu machen, selbst wenn die Sonne wieder mal nicht scheinen will. Fast überflüssig zu betonen, wie wichtig ein solcher Austausch ist: für die Vertiefung der Sprachkenntnisse gewiss, mehr noch für die Motivation zu weiterem Spracherwerb und nicht zuletzt für die Entwicklung der Persönlichkeit im Umgang mit Menschen einer anderen Sprache und Kultur. Dabei haben sie mit der Wahl des Französischunterrichts diese Tür fürs Leben selbst aufgestoßen. Christa Jüttner |
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