Frankreichaustausch 2015/16

Der Frankreichaustausch

Nous sommes retournées à Ratingen.

Vom 25. bis 29. Januar waren 18 Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe mit ihren begleitenden Lehrerinnen Frau Merziger und Frau Mund-Marek in Le Quesnoy, der Partnerstadt von Ratingen im Norden Frankreichs. Es handelte sich  bereist um den Gegenbesuch, denn die französischen Schüler verbrachten schon im Dezember fünf Tage bei ihren deutschen Austauschpartnerinnen. Die Vorfreude war augenscheinlich genauso groß wie die Angst vor dem Unbekannten. Für die meisten bedeutete dieser Austausch der erste richtige Kontakt zu einer anderen Kultur. Am Ende dieses Artikels werden einige Eindrücke der Schülerinnen zusammengefasst.
Die "Cité scolaire Eugène Thomas", ein Schulkomplex bestehend aus sowohl einem Collège als auch einem Lycée, geleitet von Herrn Hansjacob, hat einen sehr großen Aufwand betrieben, uns eine schöne und abwechslungsreiche Woche zu bieten. Frau Monet, die Deutschlehrerin dieser Schule, und Frau Jonet, ihre Kollegin, haben ein tolles Programm ausgearbeitet. So wurden wir von einer Delegation im Rathaus empfangen, mit Geschenken, Getränken und leckeren Chouquettes versorgt, besichtigten die Stadt Le Quesnoy und bewunderten ihre massive Stadtmauer und Befestigungsanlage, machten einen interessanten Ausflug nach Lille, besichtigten eine Apfelplantage und lernten viel über das Leben und Werk des berühmten Malers Henri Matisse, der in der Nähe von Le Quesnoy, in Le Cateau-Cambrésis, aufgewachsen ist und seiner Heimatstadt viele seiner Werke gestiftet hat.
Die Schülerinnen nahmen auch am Unterricht teil und wurden auf verschiedene Art und Weise von den Lehrern einbezogen. So übten sie zum Beispiel ein Lied zum Thema "Freundschaft"(L'amitié) ein oder kreierten hierzu mit ihren Corres Plakate, die auf der großen Abschiedsfeier am letzten Tag präsentiert wurden.


Es war einfach großartig!
Und so vorsichtig anfangs die Begrüßung war, so herzlich, freundschaftlich und auch traurig war am Ende die Verabschiedung. Sogar Tränen sind geflossen, nachdem die Schülerinnen und Schüler eine Dankesrede auf Französisch und Deutsch gehalten hatten und Frau Monet, die ausgerechnet am letzten Tag des Austauschs Geburtstag hatte, ein Geburtstagsgeschenk überreicht hatten.
Wir hoffen sehr, dass der Kontakt zwischen den Schülerinnen und Schülern bestehen bleibt und das Vorhaben mancher Schülerinnen, ihre Austauschpartner auch einmal in den Ferien zu besuchen, realisiert wird.

 


Kommentare der Schülerinnen:


- Mein erster Eindruck war ganz gut. Anders als bei uns ist, dass wir bis spätestens 14 Uhr Unterricht haben und die Franzosen bis 17 Uhr oder sogar 18 Uhr Schule haben. 
- Ich finde, dass im Leben der Franzosen und Deutschen viele Aspekte gleich, aber auch einige unterschiedlich sind. In meiner Gastfamilie ist der Zusammenhalt sehr wichtig. Bei mir zu Hause habe ich manchmal das Gefühl, dass er im Alltag untergeht.
- Man trinkt hier Kaffee aus Müslischalen bzw. Schüsseln.
- Man isst morgens ohne Teller.
- Die Betten sind kleiner als bei uns.
- Die Decke ist im Fußbereich ins Bett gedrückt.
- In Frankreich haben die Menschen alle Zeit der Welt und in Deutschland muss alles ganz schnell gehen.
- Die Schüler treffen sich erst spät mit ihren Freunden, weil sie lange Schule haben.
- Man gibt sich zur Begrüßung nicht die Hand, sondern zwei Küsschen.
- Große Menschen passen nicht durch die Tür.
- Die Franzosen essen sehr regelmäßig: morgens, mittags, abends. Wir essen ständig.
- Alle Kinder gehen auf die gleiche Schule.
- Oft ist die Toilette separat und das Bad ohne WC.
- Mein erster Eindruck war nicht so gut, aber jetzt genieße ich die Zeit hier.
- Die Menschen sind anders, aber sehr nett!