Polenaustausch 2017/18

Polenaustausch - aktuelle Berichte

Deutsch-polnischer Schüleraustausch mit Gleiwitz

Donnerstag, 31.05.2018
( 1. Tag)
Heute kamen zwölf Austauschschülerinnen nach einem ruhigen Flug gut in Kattowitz an. Dort wurden sie von der Partnerschule abgeholt und in der Schule herzlich empfangen. Nach einem liebevoll zusammengestellten Snack mit Schnittchen, Obst und Kuchen lernten sie zunächst die polnischen Schülerinnen und Schüler und dann die Schule bei einem Rundgang kennen. Anschließend ging es mit der deutsch-polnischen Reisegruppe nach Wisla in eine Jugendherberge hoch oben in den Beskiden. Nach  Projektarbeiten am Nachmittag endete der Tag mit einem Lagerfeuer, Grillwürstchen und gemeinsamen Singen. Besonders stimmungsvoll wurde es, als Mila von Ed Sheeran Perfect auf der Gitarre spielte. Wir freuen uns schon auf morgen.


Annette Pieczyk und Peter Bärens

Freitag, 01.06.2018 (2. Tag)
Heute morgen sollte in kleinen Gruppen eine  Werbekampagne für einen Schüleraustausch erstellt werden. Bis zum Mittagessen wurde intensiv und kreativ daran gearbeitet. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Wisla. Bei schwül warmen Temperaturen erfrischten wir uns zunächst mit einem hervorragenden Eis. Anschließend zeigte uns Herr Margasinski den berühmtesten Skispringer des Ortes Adam Malysz aus weißer Schokolade. In kleinen Gruppen hatten die Schülerinnen noch die Möglichkeit Wisla zu erkunden.
Nach dem Abendbrot wurden die angefangen Arbeiten des Morgens beendet und präsentiert. Der Abend endete mit Musik am Lagerfeuer und einem polnischen Volkstanz. Morgen fahren wir nach Krakau.

Samstag, 02. Juni 2018  (3. Tag)
Nach einem guten Frühstück mit parowki (Würstchen) fuhren wir mit dem hauseigenen Sessellift zur Bergstation des Stozek Wielki auf 986 m Höhe. Anschließend ging es mit dem Reisebus nach Krakau. Die Stadtführung begann mit der Besichtigung des Schlosses und der Kathedrale auf dem Wawel und endete nach dem Besuch der berühmten Marienkirche auf dem Marktplatz nahe der Tuchhallen an der alten Universität. Über den freien Ausgang in kleinen Gruppen freuten sich die Schülerinnen sehr. Den anstrengenden Tag mit vielen Eindrücken ließen wir im Hostel ausklingen.

Sonntag, 3.6.  und Montag, 4.6.   (4. und 5. Tag)
Der Sonntag begann um 9.30 Uhr mit einer heiligen Messe in der Barbarakirche. Anschließend erhielten die Schülerinnen Aufgaben, die sie in kleinen deutsch-polnischen Gruppen auf einem Stadtrundgang lösen sollten.
Der Besuch von Schindlers Fabrik war sicherlich der Höhepunkt des Tages. Die Fabryka Emalia Oskara Schindlera ist ein staatliches Museum in einem ehemaligen Gebäude der Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler in Krakau.
Oskar Schindler beschäftigte in seiner Fabrik vor allem Juden aus dem Krakauer Ghetto. So konnte er ihre Deportation verhindern.  Es ist ihm schließlich bis zum Ende des zweiten Weltkriegs gelungen, etwa 1.000 bis 1.100 Juden vor den Gaskammern in Auschwitz - Birkenau und Groß- Rosen zu retten.
Die Ausstellung zeigt in beeindruckender Weise die deutsche Besatzung der Stadt Krakau in den Jahren 1939 - 1945. Unsere deutschsprachige Museumspädagogin imformierte uns über den Krieg 1939, die Rolle Krakaus als Hauptstadt des Generalgouverneurs Hans Frank, das Alltagsleben und das Schicksal der Krakauer Juden sowie der Geschichte Oskar Schindlers und seiner Fabrikarbeiter. Im Raum der Erinnerung endete die Ausstellung besonders emotional mit authentischen Zitaten jüdischer Bewohner Krakaus.

Nach dem Besuch des Museums gab es in einem Restaurant ein gemeinsames Essen und jeder durfte sich etwas nach eigenem Geschmack aussuchen. Bei herrlichem Sommerwetter machte nach dem Essen eine Schiffsfahrt auf der Weichsel besonders viel Spaß. In der Nähe des Schiffsanlegers befindet sich das Wahrzeichen von Krakau - der feuerspeiende Drachen. So nutzten wir dort noch die Gelegenheit zu einem Gruppenfoto.

Mit den Eindrücken der wunderschön beleuchteten Altstadt von Krakau ging es müde zu Bett.

Am Montag war wieder ein Reisetag. Wir nutzen die Zeit bis zur Abfahrt nach Gleiwitz noch für einen kurzen Gang in die Altstadt. Um 12.30 Uhr holten uns die Taxis ab und fuhren uns zum Bahnhof. Von dort  brachte uns ein Linienbus nach Gleiwitz. Dort wurden wir von den Gastfamilien freundlich empfangen.

Dienstag, 05. Juni 2018 (6. Tag)
Sichtlich gut gelaunt trafen unsere Schülerinnen nach der ersten Nacht in den Familien in der Schule ein. Sie erzählten begeistert vom herzlichen Empfang in den Familien und nahmen anschließend am Unterricht in der Schule teil. Englisch, Mathematik, Deutsch und Chemie standen wahlweise auf dem Stundenplan. Nach einem liebevollen zweiten Frühstück in der Schule und dem Vorstellen der Gruppenergebnisse aus Krakau gehörte der Nachmittag der Erkundung von Gleiwitz. Geschichtlich interessant ist der Gleiwitzer Sender. Historisch ist er durch die sogenannte „Gleiwitzer Provokation“ bekannt gewordenen. Sie trug maßgeblich zum deutschen Angriffskrieg auf Polen bei. Impressionen von Gleiwitz sehen Sie auf den nachfolgenden Bildern. Morgen berichten wir aus Breslau.

Mittwoch, 06.06.2018  (7. Tag)
Heute fuhren wir mit dem Intercity in 1:45 Stunde nach Breslau. Schön war die kurzweilige Stadtführung, die uns an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei bis zum Dom des Heiligen Johannes des Täufers auf der Dominsel führte. Bei herrlichem Sonnenschein hatten wir von der Plattform des Turmes eine prächtige Rundumsicht auf die mittelalterliche Stadt und das Umland. Zum Abschluss der Stadtführung bildete die Gruppe ein Herz. Es wurde von einer Drohne von oben aufgenommen. Auf das Bild sind wir ganz gespannt.
Anschließend aßen wir gemeinsam in der Mensa der Universität zu Mittag.
Eine Rallye zu den berühmten Breslauer Zwergen und ausreichend Zeit, die Atmosphäre der Stadt zu genießen, rundeten den Aufenthalt in Breslau ab. Um 19:15 Uhr fuhren wir mit dem Zug nach Gleiwitz zurück.
Eine anstrengende Woche mit vielen interessanten Eindrücken und Begegnungen geht zu Ende. Morgen reisen wir wieder nach Hause. Schade! Es gäbe noch so viel zu sehen.

Donnerstag, 07.06.2018  (8. Tag)
Wir trafen uns um 10:00 Uhr in der Schule. Genauso herzlich wie der Empfang war auch die Verabschiedung vorbereitet. Die deutschen und die polnischen Schülerinnen stellten sich gegenseitig mit ihren Eigenschaften vor. Hier konnte man merken, dass gute Beziehungen und sogar Freundschaften entstanden sind. Bevor es mit dem Bus zum Flughafen ging, bekamen alle Schülerinnen vom Schulleiter der Edith-Stein-Schule, Herrn Jacek Schindler, eine Teilnehmerurkunde ausgehändigt. Der Abschied fiel schwer und die polnischen Schülerinnen und Herr Margasinski haben noch lange gewunken, als wir mit dem Bus zum Flughafen abfuhren.
Wir haben viel gesehen, viel erlebt und neue Kontakte geschlossen. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch der polnischen Gruppe.

Frankreichaustausch

On parle français!  - Der 9 FS Kurs zu Besuch in Le Quesnoy


Am Samstag dem 27.01.2018 war es endlich soweit. Nach der DELF-Prüfung ging es endlich nach Frankreich. Wir alle haben uns mit unserem Gepäck um 8.45 an der Schule getroffen. Im Bus war jeder ein bisschen aufgeregt. Unsere Austauschschüler haben uns herzlich am Bahnhof von Le Quesnoy empfangen. Dann ging jeder zu seiner Gastfamilie. Wir waren alle sehr müde.
Dann kam unser erster richtiger Tag, der „Sonntag“. Viele von uns haben sich bei Mc Donalds getroffen und sind danach mit den Austauschschülern zum Laser Game spielen gelangen.
Auf den Montag waren wir alle sehr gespannt, denn endlich konnten wir den Alltag unserer Austauschschüler miterlebten. Zuerst ist jeder mit seinem Austauschschüler in den Unterricht gegangen. Dann waren wir in der Kantine Mittag essen. Nach dem Mittagessen sind wir alle ins Rathaus gelangen, wo wir noch mal herzlich empfangen wurden. Frau Seguin hat den Organisatoren Geschenke überreicht und wir Deutschen haben ein Geschenktütchen (Süßes, Stift und Kalender) bekommen. Nach dem netten Empfang haben wir ein Gruppenfoto gemacht und zusammen auf unsere Ankunft „angestoßen“. Danach konnte jeder nach Hause gehen oder hatte noch Unterricht.
Am Dienstag ging es erstmal wieder in den Unterricht. Danach fand eine Stadtführung mit einem sehr netten freiwilligen Führer statt, der uns sehr interessante Fakten über Le Quesnoy und seine Festung erzählte. Nach der Stadtführung beendeten wir unseren in Deutschland angefangenen Projekt zum Thema Frieden, da wir es am Abend den Gasteltern vorstellen wollten. Nach der Präsentation am Abend gab es einen kleinen Umtrunk mit Snacks in der Kantine. Müde und zufriedenen kehrte jeder zu seiner Gastfamilie zurück.
Jetzt war es endlich Mittwoch, der Tag, auf der wir uns am meisten freuten, denn wir fuhren nach Lille. Erst hat uns Frau Monet die Altstadt gezeigt. Leider regnete es. Zum Glück sind wir anschliessend ins trockene Kunstmuseum, ins Palais des Beaux-Arts gegangen, wo wir Deutschen eine Führerin bekamen und die Franzosen ebenfalls. Wir haben uns viele interessante Kunstwerke angeschaut, die wir jeweils auch erklärt wurden, Frau Seguin übersetzte die Worte der Führerin für uns (Danke!). Zum Glück hat es nach dem Museumsbesuch aufgehört zu regnen und wir waren bereits shoppen zu gehen. Wir machten eine Uhrzeit und einen Treffpunkt aus, an dem wir uns um 15:40 wieder treffen wollten. Nun ging jeder mit seiner Gruppe los. Viele kamen mit vollgepackten Tüten wieder, aber manche waren auch deprimiert, da sie nichts gefunden hatten. Dann mussten wir zurück zum Bus laufen und natürlich, wie sollte es anders sein, hat es angefangen zu regnen. Wir waren alle durchnässt und freuten uns einfach nur auf unser Bett. Schon war die tolle Zeit um, denn es kam der Donnerstag und es hieß Abschied nehmen. Morgens kamen wir alle mit unserem Gepäck in die Schule. Wir stellten es im Foyer ab und dann ging es in Regen und Kälte für uns Deutschen zu einer Apfelplantage. Wir unterschätzten den Fußweg etwas, denn wir mussten viel laufen. Dort wurde uns gezeigt, wie der Apfelsaft und der „Cidre“ (Apfelwein) hergestellt wurde. Es war sehr interessant zu sehen, was für eine Arbeit hinter eine Flasche Saft oder Cidre steht. Zum Abschluss probierten wir viele völlig verschiedene Apfelsaftsorten und kauften auch Säfte oder andere Delikatessen aus der Region.
Wir bedankten uns bei Frau Moment mit ein paar netten Worten und Selig überreichte ihr auch ein Geschenk. Gleichzeitig begann es auch zu schneien. Na toll, denn es stand auch noch der Fußweg bevor. In der Schule angekommen mussten wir auf den Bus warten und letztendlich auch von unseren Austauschschülern Abschied nehmen. Zum Abschied spielte Susana etwas auf ihrer Ukulele vor. Als der Bus da war, stiegen wir ein und verabschiedeten uns nochmals von unseren „corres“. Wir winkten und sagten „Au revoir le Quesnoy!“

Für uns alle war es eine sehr schöne und ereignisreiche Woche, die uns viele neue Eindrücke ermöglichte. Dafür sagen wir danke an alle Organisatoren, aber vor allem wollen wir Frau Monet, Frau Mund-Marek und Frau Seguin danken, die uns diese Reise ermöglicht haben.

Fenja von Schütz, Laure Veneti