Berichte von der Romfahrt

Mit Gottes Segen auf Reisewegen

Ein religiöser Rückblick auf die Pilgerfahrt der LFS Ratingen nach Rom  - von M. Vorpeil

Am Vormittag des 12. Oktober erreichten 14 Reisebusse ihr Ziel in Ratingen. Es war ein emotionaler Moment der besonderen Art: Eltern und Schüler lagen sich nach einer anstrengenden Woche der Trennung voller Rührung in den Armen und freuten sich über das sehnlich erwartete Wiedersehen.

Doch war es wirklich das Ende einer demütigen und opferreichen Pilgerfahrt oder nur der Abschluss eines Aufmerksamkeit erregenden logistischen Experimentes, an dessen Ende rund 750 Personen - abgesehen von kleineren körperlichen Blessuren - wohlbehalten am Zielort eintrafen?

Wer in Rom miterlebt hat, wie sich die komplette Schulgemeinschaft der LFS Ratingen vor dem wunderschönen Mosaik der Basilika St. Paul vor den Mauern versammelte, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern, wird die Antwort auf diese Frage kennen. Denn dieser intime Moment schweißte die riesige Reisegruppe für eine Stunde zu einer echten Gemeinschaft des Glaubens zusammen. Wer zunächst womöglich nur aus touristischen Motiven nach Rom gereist war, konnte in diesen Augenblicken - passend zum Thema der Predigt von Pfarrer May - tatsächlich vom Saulus zum Paulus werden.

Ähnliche Gänsehaut-Gefühle stellten sich auch bei der Messe im Petersdom ein, als sich die gesamte Schulgemeinschaft unter einer kleinen Kuppel des gigantischen Gotteshauses zum Gebet versammelte. Der im Rahmen der Predigt thematisierte Auftrag Jesu an seinen verunsicherten Jünger Petrus „Weide meine Schafe“ ließ sich ohne Weiteres auf die versammelte Schulgemeinschaft übertragen: Sorge dich um jedes Mitglied deiner Reisegruppe und nimm seine Ängste und Nöte ernst! Denn der Glaube an Gott entfaltet besonders im sozialen Miteinander seine wahre Stärke!

Auch der Höhepunkt der Pilgerfahrt - der Besuch der Papst-Audienz auf dem Petersplatz - war weit mehr als ein stimmungsvolles Happening im selbstzufriedenen Rausch der Gefühle. Das frühe Aufstehen, das stundenlange Anstehen in endlosen Warteschlagen, das mühsame Durchlaufen der Sicherheitskontrollen und die pralle Sonne auf dem Petersplatz hatten durchaus etwas von einem Opfergang, an dessen Ende ein lohnendes Ziel stand: der Papst zum Anfassen samt der persönlichen Übergabe eines Schecks in Höhe von 5.000 Euro für ein Projekt zu Gunsten von Straßenkindern.

Aber auch außerhalb von Kirchenmauern wurde während der Romfahrt die Gemeinschaft des Glaubens in der Praxis des Alltags gestärkt: Die gemeinsame Unterbringung der gesamten Reisegruppe auf einem Campingplatz am Stadtrand von Rom, das gemeinsame Essen aller Beteiligten in einem riesigen Verpflegungszelt sowie eine stimmungsvolle Abschlussparty vereinten Menschen der unterschiedlichsten Art wortwörtlich unter einem Dach miteinander.

All diese Erfahrungen machen die Antwort auf die oben gestellte Frage leicht: Ja - es war eine Pilgerfahrt und die Mühen und Beschwernisse ihrer Planung und Durchführung haben sich gelohnt!

Beim Gottesdienst in St. Paul
Beim Gottesdienst in St. Paul

Highlights der Romfahrt!

LFS-Kids posten ihre Position!

Wie haben die LFS-Kids die Romfahrt erlebt? Welche Erfahrungen haben sie während der einwöchigen Pilgerfahrt in die heilige Stadt gemacht? Wir haben nachgefragt und veröffentlichen eine kleine Auswahl eurer Statements auf der LFS-Homepage als Spiegelbild eurer ganz persönlichen Eindrücke:

Maira Janssen (5a): „Mein tollstes Erlebnis in Rom war die Messe im Petersdom, weil ich die Kirche unbeschreiblich schön fand und während der Feier als Messdienerin beteiligt war.“

Leon Arndt (5b): „Ich fand die Romfahrt klasse, weil ich viele Schüler besser kennenlernen konnte und die Gemeinschaft durch die vielen Aktivitäten stark zusammengehalten wurde. Vor allem im Pool konnten wir anschließend super spielen!“

Milia Klamann (5c): „Mein Highlight in Rom war der ganze letzte Tag, weil wir da den Papst gesehen haben. Als wir dann am Campingplatz ankamen, haben wir alle aufgeräumt und gepackt. Das war schön, weil jeder was gemacht hat und wir uns gegenseitig geholfen haben. Abends gab es dann noch die tolle Abschlussfeier, bei der wir alle mittanzen und mitsingen konnten.“

Dana Nadinic (5d): „Die Romfahrt war das schönste Ereignis, das ich während meiner gesamten Schulzeit bislang erlebt habe. Aber eine tolle Person, die ich bald nicht mehr habe, ist der beste Schulleiter, der das alles für uns ermöglicht hat. Ein großes Dankeschön an Herrn Bärens!“

Leni Baumgarten (6a): „Mein persönliches Highlight während der Romreise war die Busfahrt, weil die Stimmung im Bus richtig gut war. Deshalb hat sich die Fahrtzeit von 22 Stunden angefühlt, als hätte sie nur 10 Stunden gedauert.“

Max Kaiser (6b): „Ich fand den Pool mit der Wasserrutsche cool. Nach den anstrengenden Ausflügen, bei denen es manchmal sehr heiß war, konnten wir uns dort abkühlen.“

Lucienne Sonnabend (6c): „Mein tollstes Erlebnis war die Audienz beim Papst. Er ist einfach ein Star! Als er mit seinem Papamobil an uns vorbeifuhr, war er uns so nah, dass ich seine Fingerkuppen gestreift habe.“

Sophia Leder (6d): „Besonders schön fand ich den Campingplatz, weil ich dort viel Spaß mit meinen Freunden hatte und wir immer mit den Katzen gespielt haben. Ich fand es auch gut, dass wir ein gemeinsames Verpflegungszelt hatten. Es war ein einmaliges Erlebnis!“

Johanna Roth (7a): „Mein Highlight in Rom war die Eisdiele mit 150 verschiedenen Eissorten, weil ich eine solch unfassbare Auswahl noch nie erlebt habe.“

Daniell Kusel (7b): „Besonders beeindruckend fand ich den Trevi-Brunnen, weil ich in einer so engen Gasse einen so riesigen Brunnen nie erwartet hätte.“

Luana Lamm (7c): „Mein persönliches Highlight war die ganze Romfahrt, weil ich das Gefühl hatte, dass die Klassen mehr zusammengewachsen sind. Außerdem hat man einige Lehrer auch mal von einer anderen Seite gesehen. Das heißt, man hat sie nicht als ˋstrenge Lehrer´ gesehen, sondern als eine Art ˋFreund´.“

Leonie Feigel (7d): „Mega lustig fand ich unsere gemeinsame Abschlussparty. Mit den anderen Klassen haben wir uns toll verstanden! Die Musik war auch super krass! Als die Klassen was vorgetragen haben, waren wir alle erstaunt, mit wieviel Leidenschaft, die das performt haben. Ich bin sehr dankbar, dass wir sowas Tolles erleben durften.“

 

Johanna Bergermann (8a): „Rom hat mich sehr fasziniert. Die Stadtrundfahrt, das Kolosseum und der Petersdom waren sehr beeindruckend. Aber das Allerbeste war, dass wir als Gemeinschaft gefahren sind und uns alle gut verstanden haben.“


Pasquale Pönsgen (8b): „Für mich persönlich war es ein besonderes Erlebnis, dass ich bei unserer Messe im Petersdom eine Fürbitte am goldenen Ambo vortragen durfte. Es war atemberaubend, den sogenannten Papststuhl gesehen zu haben, der aus purem Gold ist.“

Fiona Voerste (8c): „Der absolute Hammer war das Pantheon, dessen Architektur ich überwältigend fand. Vor allem, wenn man in der Mitte steht und sich um die eigene Achse dreht. Da ich Kunst als Hauptfach gewählt habe, war es für mich besonders interessant, all die im Unterricht behandelten Sehenswürdigkeiten in der Realität vor mir zu sehen.“

Angelina Wald (9a): „Das Besondere an der Romfahrt waren für mich die wunderschönen Kirchen, die wir besichtigt haben. Jede war auf ihre Art und in ihrem Style einzigartig. Meine Lieblingskirche ist St. Paul vor den Mauern, da sich an den Wänden dieser Basilika viele wunderschöne Malereien und Mosaike befinden, die mit ihrem vielen Gold irgendwie magisch wirkten.“

Felix Witte (9b): „Mein schönstes Erlebnis in Rom war der Besuch des Kolosseums, weil ich meine Lieblingssehenswürdigkeit in voller Größe besichtigt habe.“

Aneth Küpper (9c): „Einer der Höhepunkte der Reise war für mich, als der Papst   bei unserer Audienz seine Kappe mit Peter getauscht hat. Das war ein schöner und berührender Moment, den man so bestimmt nicht mehr erlebt. Es war so berührend, weil Peter im Rollstuhl sitzt und sich davon nicht unterkriegen lässt. Dadurch wurde das Ganze noch viel schöner!“

Lisa Böschenbröker (9d): „Mein persönliches Highlight während der Romfahrt war die Messe im Petersdom mit Pfarrer May, weil ich es einfach toll fand, eine private Messe mit der gesamten Schulgemeinschaft in dieser einzigartigen Kirche zu feiern.“

Lea Köstring, Schülersprecherin (10a): „Mein größter Dank gilt der Schulleitung (Herrn Bärens, Herrn Jakubowski, Frau Leers) sowie allen anderen Lehrerinnen und Lehrern, die uns diese Reise ermöglicht haben. Ich werde diese einmalige Fahrt noch lange in Erinnerung behalten.“

Elisa Kleindienst (10c): „Mein persönliches Top-Ereignis war mein Vortrag als Romexpertin, weil es Spaß gemacht hat, den Lehrern und Schülern mein Wissen über die Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt zu vermitteln.“

Wir haben uns bemüht, möglichst viele verschiedene Eindrücke auszuwählen. Bewertet man das Stimmungsbild der LFS-Schüler nach der Häufigkeit der genannten Highlights war die Papst-Audienz mit weitem Abstand das absolute Top-Ereignis.