Presse 2015/16

Schulsanitäter helfen im Notfall

Die jungen Schulsanitäter lernen auch, wie man den Blutdruck richtig messen muss. FOTO: Achim Blazy

Ratingen.

Besonderes Projekt: Von den Maltesern ausgebildet, sind Jugendliche der Liebfrauenschule im Einsatz. Von Valeska von Dolega

Arm- und Beinbrüche, verrenkte Knie und herausgesprungene Gelenke können sie nicht schocken. Derlei Unfälle haben Miriam, Lara (beide 15), Anna (17) und Charleen (16), die von den Maltesern ausgebildeten Schulsanitäterinnen, alle schon erlebt. Ebenso wie Panikattacken oder dass jemand Platzwunden hatte, weil er vors Fenster gelaufen ist.
"Und für die Fünftklässler sind wir manchmal auch Tröster", komplettieren die Neunt- und Zehnklässlerinnen ihre Einsätze an der Liebfrauenschule. "Sehr häufig aber brauchten wir nur ein Pflaster zu kleben." Dass die Schul-Sanis all das aus dem Effeff beherrschen, Wundversorgung inklusive, aber eben auch zu wissen, wann sie nicht helfen können, sondern studierte Ärzte weitermachen müssen, verdanken sie ihrer "umfassenden Ausbildung", wie Lehrerin Kerstin Bendt ergänzt. Eigentlich unterrichtet sie an der Liebfrauenschule Englisch und Geschichte und hat wie alle Kollegen eine Erste-Hilfe-Grundausbildung plus Fortbildungen absolviert. Als "fachlich unbefleckt" bezeichnet sie sich im Vergleich zu den Schul-Sanis. "Die haben Routine, sie sind kompetent."
Ein gutes Dutzend dieser Schüler-Ärzte zählt zum Team. Aufgeteilt in Kleingruppen, übernehmen sie in jeder Pause sowie bei Schulveranstaltungen Dienste. Ist mal nichts zu tun, machen sie Inventur im Sanitätsraum, bilden sich fort oder halten auch mal ein Schwätzchen. "Gute Gründe mitzumachen gibt es viele", sagen sie übereinstimmend. "Ich helfe gerne anderen Menschen", sagt Anna, die anderen nicken zustimmend. Als sie jeweils die achte Jahrgangsstufe besuchten, gab es Besuch der Malteser. "Wer Interesse an der Ausbildung zum Schulsanitäter habe, solle sich melden", erinnert das Quartett sich. In der umfassenden Ausbildung wurden Fakten von der korrekten Blutdruckmessung bis zu Maßnahmen der Reanimation vermittelt. In der abschließenden Prüfung, ohne die keine Schulsanitäterin werden konnte, wurden Notfallsituationen simuliert. "Das waren acht Stationen eines Zirkeltrainings, an denen zu verschiedenen Unfällen Wissen getestet wurde." Jetzt steht für ein Weiteres Dutzend junger Schülerinnen als neuen Schul-Sanis diese Prüfung am ersten Sonntag im Juli bevor. Unter 4.3 ist in der Testanordnung der leider aktuell notwendig gewordene Ergänzungspunkt "Gaffer und Besserwisser stören die Hilfeleistung" notiert.
Derlei Querschläger mussten die aktuellen Sanis bei ihren Einsätzen nicht verarzten. "Eigentlich wussten wir immer, was zu tun ist", sagt Charleen, die nun den Schulabschluss in der Tasche hat und die Liebfrauenschule Richtung Düsseldorf verlässt. Auch Anna geht, um ihre Schulkarriere fortzusetzen. "Ich möchte Abitur machen - mit Schwerpunkt Gesundheit." Eine zukünftige Karriere in dem Bereich schließt sie ebenso wie Charleen nicht aus. Und die Lücke, die sie jetzt im Sani-Team hinterlassen? "Wird aufgestockt", weiß Kerstin Bendt. Alte Hasen wie Lara und Miriam werden die Neulinge unter ihre Fittiche nehmen. "Die Teams stellen wir aber nicht nur aus Erfahrenen und Neuen zusammen, sondern auch so, dass die Chemie stimmt", sagt Miriam, die auch in ihrer Freizeit bei den Maltesern aktiv ist. "Die Verantwortlichkeit des Einzelnen ist größer, wenn die Gruppe nicht zu groß ist", sagt Bendt. Diesmal sei das Interesse an der Ausbildung so stark gewesen, dass manche Mädchen abgelehnt wurden.
Quelle: RP

Schüler gestalten poppiges Konzert

6. Juni 2016  Rheinische Post

 Ratingen. Die beiden Sommerkonzerte der Liebfrauenschule waren ausverkauft. Von Werner Schürmann

Wenn die Sommerferien näher rücken, weiß man in der Liebfrauenschule: jetzt kann man sich auf das jährliche Sommerkonzert freuen! Unter dem Motto "body & soul" präsentierten ca. 220 Jungen und Mädchen in den verschiedenen Chören und Orchestern dem Publikum ihr eindrucksvolles Programm an zwei Abenden in der ausverkauften Stadthalle.

 

"All My Loving" von den Beatles stimmte zu Beginn das Blockflötenorchester in gewohnter, routinierter Präzision an. Diesen Titel griff Schulleiter Peter Bärens zur Begrüßung gleich auf und meinte: "Mit dieser Liebeserklärung an das Publikum kann man das Konzert nicht schöner eröffnen". Er begrüßte den Dezernenten des Schulverwaltungsamtes Rolf Steuwe, die ehemaligen Lehrer und die unermüdlichen helfenden Eltern, ohne deren Einsatz diese Veranstaltung einfach nicht zu ermöglichen wäre.

 

Das Vororchester unter der Leitung von Patricia Doser, die durch ihr elegantes und präzises Dirigat zum Gelingen des Konzerts enorm beitrug, spielte dann "Ode an die Freude" von Beethoven und den bekannten ABBA-Titel "Thank You for the Music" in sauberer Intonation.

Drei junge Damen: Josephine, Alina und Leonie, führten das Publikum als "Reiseleiterinnen" erfrischend und souverän durch das Programm dieser "musikalischen Reise", wie sie meinten. "Body & soul" (Körper und Seele) von Lorenz Maierhofer, eine groovige, meditative Messe verbunden mit Stilmitteln aus Gospel, Swing und Pop mit englischsprachigen Psalmen wurde mit viel entsprechendem Feeling unter der Leitung von André Schürmann überzeugend dargeboten.

 

Auf einer neu eingerichteten Videoprojektion über den Musikern las man dann lustige Sprechblasen: "geschafft", "das wahr cool", "ich hab mich gar nicht verspielt"... Mit der anschließenden Orchesterdarbietung von Highlights aus Harry Potter-Filmen und dem Vorspiel der "Carmen Suite" von G. Bizet brach beim Publikum jubelnder Applaus aus. Der steigerte sich nach der äußerst anspruchsvollen Pop Ballade "Say somthing" von Axel/Vaccarino/Campbell und "I will follow him" sowie "Hail Holy Queen" aus dem Film Sister Act vorgetragen vom Kammerchor und dem "Chor der Ehemaligen".

 

Die 17 "MusiCats", jedem Popmusikiebhaber Ratingens ein Begriff, zelebrierten unter der Leitung von Schürmann, der auch die Arrangements für die 4 Titel von Melanie Thornton, Phil Collins, Bruno Mars und Madcon geschrieben hat, in atemberaubender Perfektion ihre Songs. Alle Chöre, Orchester und die Band sammelten sich zum großen Finale und musizierten gemeinsam "Hero" von Family of the year und "Home" von Bublé/Forster-Gillies, Chang, wiederum aufbereitet von André Schürmann. Der begeisterte Jubel des Publikums fand als "Standing Ovation" statt.

 

Quelle: RP

9. Juni 2016 Ratingen Schüler proben für Konzert-Aufführung

Geprobt wird seit dem vergangenen Sommer - zwei Stunden pro Woche. FOTO: A. Blazy

Ratingen. Unter dem Titel "Body & Soul" laden die "MusiCats" der Liebfrauenschule zum Konzertprogramm in der Stadthalle. Von Valeska von Dolega

Anderswo sucht Deutschland nicht weniger als Superstars. Für die Mädchenband der Liebfrauenschule sucht Musiklehrer André Schürmann "Sängerinnen, die etwas können". Wie das im Kontext mit Gitarristinnen, Keyboarderinnen, Schlagzeugerinnen sowie Musikerinnen an den Instrumenten Saxofon und Querflöte klingt, lässt sich nun bei "Body & Soul" erleben.
"Einerseits ist das der Titel einer von Lorenz Mayerhofer komponierten Messe", die beim Konzert zum Vortrag gebracht wird, erklärt der Pädagoge. "Andererseits Programm." Denn von melodiösen Klassikern wie "All my loving" (Beatles) über den Abba-Dank "Thank you for the music" bis zum Vorspiel aus der "Carmen"-Suite umfasst das für die beiden Konzerte (Infobox) zusammengestellte musikalische Verzeichnis alles, was sprichwörtlich Körper und Geist anspricht. Und Wohlklang für die Ohren ist.
Seit vergangenem Sommer wird geprobt. Wöchentlich einmal zwei Stunden. "Eigentlich ist alles ein bisschen über dem Kenntnisstand der Schülerinnen", erklärt Schürmann ein Prinzip, zum Üben zu motivieren. So angespornt, über das eigene Limit zu gehen, "klappte bei den Aufführungen bislang immer alles perfekt".

Vielleicht auch, weil der Pädagoge, seit etwa 24 Jahren an der Liebfrauenschule tätig, immer mal wieder ("In jedem Jahr beginnen wir eigentlich neu") Begeisterte wie Alina hat. Die 15-Jährige ist Querflötistin. "Musik ist mein Leben", schwärmt sie. Zu Kindergartenzeiten begann sie auf der Blockflöte, singt seither im Kirchchor. Parallel dazu singt sie aber auch in einer Gospel-Formation, übt täglich drei Stunden Querflöte und ist Mitglied der Schulband. "Später eine Ausbildung zur Orchesterleitung zu machen oder Musik zu studieren", kann sich die junge Frau, über die ihr Lehrer sagt, sie sei gleichermaßen talentiert und engagiert, "durchaus vorstellen". Ebenso wie Mila (13), die ganz neu bei den "MusiCats", wie die Mädchenband heißt, dabei ist. "Ich freue mich sehr auf das Konzert", sagt die Gitarristin, die vor sechs Jahren dieses Instrument für sich entdeckt hat. "Wir verstehen uns in der Gruppe echt gut", ergänzt Schlagwerkerin Lisa (16), die hinter ihrer Schießbude so etwas wie der Motor ist, der alles am Laufen hält. Privat steht sie auf Metal-Musik, stellt sich aber "gerne melodiösen Herausforderungen" wie beispielsweise Phil Collins' "Another day in paradise". "Den kannte ich vorher gar nicht", bekennt sie freimütig über den Sänger. "Das Lied beeindruckt mich."
Zusammengestellt wird das Konzertprogramm ganz undemokratisch von Lehrer Schürmann. "Da gäbe es sonst viel zu viele Sonderwünsche zu erfüllen." Behauptet er. "Herr Schürmann hört toll auf uns", sagen hingegen seine Schülerinnen augenzwinkernd und verweisen auf aktuelle Einsprengsel von Bruno Mars oder Madcon. "Er schafft den Mix", heißt es. Und die jungen Frauen nehmen gerne an den Übungsstunden teil.
"Ich nehme Musik sehr ernst", sagt Cilli (15) über sich. Seit drei Jahren ist die Bassistin Teil der Gruppe, "ich freue mich auf das Konzert", wie in den vergangenen Jahren auch. "Gerne" steht sie auf der Bühne, "ist doch klar", sagt sie selbstbewusst.
Quelle: RP

Bunt statt blau : DAK - Wettbewerb

| 00.00 Uhr   RP- online
Bunte Planken werben für den Frieden

 

Ratingen. Bundesweit bauen Schüler ein Boot. Beteiligt an der Aktion sind auch die Liebfrauenschüler. Sie haben 20 Planken gestaltet. Zum Weltflüchtlingstag am Montag, 20. Juni, soll es Politikern präsentiert werden. Von Valeska von Dolega

Im Ringen um eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage gibt es sehr unterschiedliche Positionen. Nicht nur bei Politikern, vor allem bei der Bevölkerung. "Das ist ein Thema, das wir nicht bloß mitverfolgen. Wir wollen unseren Beitrag leisten", sagen Carina, Josephine, Miriam (alle 12), Merle und Fiona (beide 11) zur aktuellen Flüchtlingssituation und Willkommenskultur.

 

Bereits zu Jahresbeginn haben die Liebfrauenschüler einen Obolus als Spende entrichtet. Jetzt machen die jungen Leute jahrgangsübergreifend weiter. Eingebettet in die Aktion namens "Leben retten" des Kinderhilfswerks "Die Sternensinger" haben sie im Kunstunterricht vormals unauffällige Holzplanken gestaltet.

Dazu wurden ausrangierte Schrankelemente wie zum Beispiel Türen benutzt. "Bildung ist für alle da", "Jeder Mensch ist ein Geschenk", "Frieden für die ganze Welt" oder "Bildung ist wichtig" haben die Schüler - jede Klasse der Liebfrauenschule gestaltete eine der insgesamt 20 Planken - notiert.

"Die Sonne, die neben dem Text strahlt, leuchtet eben für jeden Menschen. Auch, wenn es ihm mal dunkel ums Herz ist", erklärt Fiona einen künstlerischen Ausgestaltungsaspekt.

Auf einem andern Holzstück stehen in bunter Reihe Menschen verschiedener Hautfarben nebeneinander, fröhlich grinsend reichen sie einander die Hände. "Das mit dem An-die-Hand-nehmen ist auch so ein Symbol", führt Josephine aus. "Wenn einer hingefallen ist, wird ihm aufgeholfen."

 

 

Bundesweit läuft die Sternensinger-Aktion, die auf die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer aufmerksam machen will. "Wir Sternsinger fordern die Verantwortlichen zum Handeln auf, damit sichere Fluchtwege geschaffen werden. Auch die Ursachen, warum Menschen fliehen, müssen entschiedener bekämpft werden. Wir werden deshalb ein Zeichen setzen, das nicht zu übersehen ist", moderierten die Sternsinger die bundesweite Aktion auf ihrer Homepage an.

"Es war nur eine ganz unscheinbare Mail, die uns dazu erreichte", erinnert Schulleiter Peter Bärens sich an den Jahresbeginn, als ihn die elektrische Post erreichte. Die E-Mail trug er ins Kollegium, zunächst wurde sie im Religionsunterricht debattiert. Kunsterzieherin Bärbel Schöne entwickelte dann in der künstlerischen Auseinandersetzung das Konzept der Plankengestaltung. "Viele Holzbretter ergeben ein Schiff", nämlich so etwas wie den modernen, aktualisierten Nachbau der biblischen Arche Noah.

War dieses Boot einstmals das Symbol fürs Überleben, ist es jetzt nicht bloß erhofftes Rettungsmittel bei so manchem Flüchtling, sondern entpuppt sich als fatale Falle bei der Odyssee übers Meer. "Wir fanden die Arbeit total klasse, es hat echt Spaß gemacht", bilanzieren Carina, Josephine, Miriam, Fiona und Merle auch stellvertretend für ihre Mitschüler. Dass es sich bei den Holzbrettern um Recycling-Material handelte, gefiel ebenso.

 

 

Anlässlich des Gottesdienstes an Fronleichnam, Donnerstag, 9.30 Uhr, haben alle Eltern, Verwandten und Freunde eine letzte Gelegenheit einen Blick auf die 20 individuell ausgeschmückten und gestalteten Kunstwerke zu werfen. Denn Freitag wird Schulleiter Bärens die Kunststücke nach Aachen bringen. Dort ist die Sammelstelle für den Bootsbau, das dann am Weltflüchtlingstag gezeigt werden wird.

 

Quelle: RP

Sieg beim Schulmarathon in Bonn

Ratinger Wochenblatt Bonn Marathon.pdf
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24. Februar 2016  Ratingen Schüler finden:                                   "Bunt ist schöner als blau"

Ratingen. Schülerinnen der 7. Klasse der Liebfrauenschule beschäftigten sich im Rahmen eines Projektes künstlerisch mit dem Thema Alkohol. Von Wolfgang Schneider

 

Sie sind zwölf bis 14 Jahre alt, aber zum Thema Alkohol haben sie eine deutliche Meinung: "Ich finde, dass es sehr wichtig ist, bereits in der siebten Klasse darüber zu spreche

Sehr lange dauerte es danach nämlich nicht mehr, bis man den ersten Kontakt mit Alkohol hat", sagt die zwölfjährige Karolina. Und Mia (13) ergänzt: "Es ist wirklich wichtig, darüber informiert zu sein, was Alkohol miteinem machen kann." Zwei sozialwissenschaftliche Kurse des siebten Jahrgangs der Liebfrauenschule setzten sich gestern künstlerisch mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinander (siehe Infokasten). Die einzige Vorgabe der Lehrerinnen: Ein Möbelstück muss eine Rolle spielen. "Ansonsten haben die Mädchen völlig freie Hand", erklärt Sowi-Lehrerin Daniela Eßer.

 

Karolina, Mia und ihre Klassenkameradinnen Elena (12) und Samantha (14) haben sich einen alten Stuhl geschnappt und den erst einmal komplett in blau gestrichen. "Jetzt kommen noch viele verschiedene farbige Tupfer drauf", verrät Samantha. Die Mädchen verfolgen dabei einen genauen Plan, wie Elena verrät: "Die blaue Farbe steht für das Betrunken sein, die Farbtupfer dafür, dass man auch ohne Alkohol fröhlich sein kann." Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Schülerinnen mit dem Thema auseinandersetzen. So hatten sie zum Beispiel schon einmal Besuch im Unterricht von einer Expertin, die eine sogenannte Rauschbrille mitgebracht hat: "Wenn man die aufgesetzt hat, fühlte sich das so an, als wäre man betrunken", sagt Samantha: "Das war wirklich interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass Alkohol so wirkt."

 

Ob die Entwürfe der Mädchen, die hinterher ein Gesamtkunstwerk unter dem Motto "bunt statt blau" bilden, es letztlich auf das große Plakat gegen das bei Jugendlichen viel zu häufig auftretende Komasaufen schaffen, entscheidet sich im April. Dann werden alle Einsendungen aus den verschiedenen Bundesländern von einer Jury ausgewertet. Das Phänomen ist auch im Kreis Mettmann nicht unbekannt, wie DAK-Sprecher Rainer Lange weiß: "2014 gab es im ganzen Kreis beim Komasaufen einen Anstieg um 17.7 Prozent. 113 Kinder und Jugendlichen mussten ins Krankenhaus." Deshalb sei es wichtig, Jugendliche so früh wie möglich über die Gefahren des unkontrollierten Alkoholkonsums aufzuklären. 12 bis 17 Jahre sind die Teilnehmer in der Regel. Für Lange ein Vorteil, dass die Entwürfe von Altersgenossen stammt: "Junge Künstler werden selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht." Das Liebfrauenschule-Quartett interessiert das im Moment weniger, die Mädchen haben einfach Spaß, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Finden sie es eigentlich sinnvoll, auf diese Art Altersgenossen aufzuklären? Da sind sie sich einig: "Das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Und uns macht es auf jeden Fall jede Menge Spaß." Und schon vertiefen sie sich weiter in ihr Kunstprojekt - mal sehen, ob es einen Preis gewinnt.

 

Quelle: RP

Woche der Liebfrauen, Rat. Wochenblatt, 4.2.16

Neujahrsempfang RP

Liebfrauenschülerinnen auf Gegenbesuch in Ratingens Partnerstadt Le Quesnoy

Pressedienst der Stadt Ratingen
Ratingen. Wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck ist eine 20-köpfige Gruppe der Liebfrauenschule unter der Leitung der Lehrerinnen Veronika Merziger und Maria Mund-Marek von ihrem Besuch in Ratingens französische Partnerstadt Le Quesnoy wieder zu Hause angekommen. Dies war bereits der Gegenbesuch, denn erst im Dezember 2015 hatte zum Auftakt des neuen Schüleraustauschs mit dem Lycée-Collège Eugène Thomas eine Gruppe aus Le Quesnoy Ratingen und Umgebung kennengelernt. Die frisch gewonnenen Freundschaften konnten nun innerhalb des fünftägigen Aufenthaltes (25. bis 29. Januar) vertieft werden.

Neben interessanten Führungen durch die französische Gemeinde mit ihrer beeindruckenden Festungsanlage, der Stadt Lille, dem Matisse-Museum und der Besichtigung einer Apfelplantage waren die Ratinger Schülerinnen besonders beeindruckt von dem feierlichen Rahmen, in dem sie sowohl empfangen als auch verabschiedet wurden. Da diese Schülerbegegnung kurz nach dem 53. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Élysée-Freundschaftsvertrages vom 22.01.1963 stattfand, bekam der Austausch eine historisch und politisch wichtige Dimension.

Für die Schülerinnen war nicht nur wichtig, Gemeinsamkeiten zu entdecken, sondern auch über die Unterschiede schmunzeln zu lernen: „Die trinken ihren Kaffee ja aus Müslischalen!“ Einige Schülerinnen stellten fest, dass das Familienleben in Frankreich intensiver gelebt wird als in Deutschland, wo es sich oft eher im Alltag verliert. Zudem waren die Mädchen über die langen Schultage erstaunt und werden wohl nun die kurzen Schultage in ihrer Heimat mehr zu schätzen wissen.

Isabelle Monet, die Organisatorin auf französischer Seite, war über die gute Stimmung zwischen den Jugendlichen sehr gerührt und hofft, dass die Kontakte auf Dauer bestehen bleiben.

Büro des Bürgermeisters
Stadt Ratingen


Bildzeile: Die Mädchen der Liebfrauenschule erlebten fünf spannende Tage in Ratingens Partnerstadt Le Quesnoy und vertieften die Kontakte zu den französischen Schülerinnen und Schülern vom Lycée-Collège Eugène Thomas. Die Lehrerinnen Maria Mund-Marek (vorne Mitte), Isabelle Monet (links dahinter mit der weißen Jacke) und Veronique Jonet (vorne mit der roten Jacke) hatten ebenfalls Freude an der Begegnung. (Foto: privat / Abdruck honorarfrei)

| 00.00 Uhr   RP online

Neujahrsempfang

Dank an die Förderer der Liebfrauenschule
Ratingen.

Eine gute Schule kann nur durch aktive Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Eltern gelingen", sagte Peter Bärens, Schulleiter der Liebfrauenschule an der Schwarzbachstraße, beim traditionellen Neujahrsempfang in der Aula der Realschule. Er hatte für vergangenen Donnerstag alle Freunde und Förderer der Schule, die dazu beigetragen haben, zu dieser Feier eingeladen. Lehrer, Schülervertreter, Schulpflegschaft, Ehemalige, Eltern, die bei vielen Aktionen in der Schule mithelfen, und Kooperationsparter, die viele Projekte und Veranstaltungen erst möglich machen, sind der Einladung gefolgt. Bei ihnen allen bedankte sich der Schulleiter in der schon seit vielen Jahren stattfindenden Veranstaltung für den unermüdlichen Einsatz und gab einen kurzen Ausblick auf die kommenden Aktionen in 2016. Den Neujahresempfang nutzten aber auch die beiden Schülersprecherinnen Josephine und Marie-Sophie, um die bei zahlreichen Aktionen und Projekten gesammelten Gelder an soziale Organsiationen weiter zu geben. Über 10.000 Euro hatten die gut 590 Schülerinnen und Schüler im Laufe des vergangenen Jahres eingenommen. Ein Teil des Geldes verbleibt für Investitionen in der Schule, die restlichen 8000 sollten als Spende übergeben werden. Und so konnte sich die Wochenendschule für Flüchtlingskinder, ein Projekt der Neanderdiakonie Mettmann, der Verein "Tinkerbell", eine Elterninitiative aus Erkrath, die talentierte Kinder aus sozial- und einkommensschwachen Familien fördert, sowie die Ratinger Tafel über einen Spendenscheck freuen. Eine weitere Spende ging an ein Projekt in Tansania, mit der dort eine vor sechs Jahren eröffnete Grundschule unterstützt wird.

| 00.00 Uhr/ Rheinische Post

 

Ratingen

Wie aus Müll Weihnachtsschmuck wird

 

Ratingen: Wie aus Müll Weihnachtsschmuck wird
Richtig kreativ: Noemi, Anna und Ana mit Weihnachtsschmuck aus Papier und Nespresso-Kapseln. FOTO: achim blazy

 

Ratingen. Klimaschutz fängt im Kleinen an: Das machen die Liebfrauenschüler mit einer besonderen Aktion vor. Von Valeska von Dolega

 

Welcher Schüler träumte nicht klammheimlich davon, sein Mathebuch in Fetzen reißen zu dürfen, wenn die Erklärungen zur Infinitesimalrechnung schier unentschlüsselbar schienen? Für die Liebfrauenschüler blieb es nicht bloß beim Traum, unter Anleitung von Maria Mund-Marek basteln Siebtklässlerinnen wie Hanna (11) und Anna aus zu filigranen Papierstreifen zerschnittenen Lehrsätzen und Übungsaufgaben niedliche Engel.

 

"Was sonst in den Müll gehört, ist für uns kreatives Material", beschreibt Anna (12) die Herkunft der Werkstoffe, mit denen sie und ihre Freundinnen arbeiten. "Es macht Spaß aus dem, was eigentlich schon ausrangiert ist, noch was Schönes zu machen", pflichtet Ana (13) bei. Während andere also ihre Kaffeekapseln nach Gebrauch im Eimer versenken, sind die Mädchen ganz wild auf derlei Dinge. "Da lassen sich ganz tolle Sachen draus machen", zum Beispiel der Körper einer Weihnachtsfigur oder eine Lichterkette. Aus Papier, das eigentlich für die Blaue Tonne bestimmt ist, werden Sterne, Herzen oder Lampenschirme. "Das allerdings dauert dann seine Zeit", weiß Maria Mund-Marek.

 

Sie ist die Lehrerin und hat die kunstvolle Müll-Recycling-Idee als Unterrichtsbeitrag für den Textilunterricht an die katholische Realschule an der Schwarzbachstraße gebracht. "Ich kann ganz schlecht etwas wegwerfen", sagt sie. Vor ungefähr drei Jahren begann sie, Dinge, die andere in die Tonne werfen, einer neuen Verwendung zuzufühen. Aus Fahrradschläuchen wurden coole Taschen, und als die Katholiken dann ihre neuen Gotteslob-Ausgaben bekamen und die so nachaktuell gewordenen alten Gebet- und Gesangbücher aussortiert wurden, dachte sie sich: "Es kann doch nicht sein, dass sich daraus nichts anderes machen lässt." Die Mathebücher - übrigens auch nicht vor Wut zerrissen, sondern ebenfalls überholte und entsorgte Lehrbücher - waren eine logische Konsequenz der Upcycling-Idee. Aber auch ausgemusterte Tisch- oder Bettwäsche, die nicht mehr passende Jeans und nichtsnutzig herumliegende Stoffreste inspirieren die gelernte Schneidermeisterin, die als Quereinsteigerin den Weg in die Pädagogik fand. "Letztlich lässt sich alles herrichten", ein paar neue Kniffe musste mit harter Fadenspannung und ungewöhnlichen Nadeln ihre Nähmaschine dafür erlernen. Sie selbst "braucht die Abwechslung, mir ist das sonst zu langweilig". Ihren Schülern will sie neben den handwerklichen und kreativen Fähigkeiten nebenbei vermitteln, dass nicht alles, was benutzt ist, zwangläufig entsorgt werden muss. "Vielleicht ist das ein kleiner Beitrag zum persönlichen Klimaschutz", sagt sie zu dieser "Bewusstseinsschärfung": Sich nämlich Materialien anzuschauen, nicht unbedacht wegzuwerfen und über weitere Verwendungsmöglichkeiten nachzudenken. Die Schülerinnen jedenfalls sind "begeistert", wie Noemi (12), Ana und Anna bestätigen. "Und manchmal gehen wir auch mit einem Sack voll Zeug ins Seniorenheim", um dort mit alten Leuten zu basteln. Einmal in der Woche besuchen die Schülerinnen Menschen im Marienhof, werkeln, reden "und lachen ganz viel". "Es ist schön, über das gemeinsame Arbeiten Kontakte zu anderen zu knüpfen", sagt Maria Mund-Marek.

 

Und denkt über weitere Möglichkeiten nach. "Was sich wohl aus Schuhen machen lässt", von Stiefeln ließen sich beispielsweise die jeweiligen Schafte zu etwas anderem neu komponieren. "Das müssen wir ausprobieren."

| 00.00 Uhr

Ratingen

Festgesänge mit 200 jungen Stimmen

Ratingen: Festgesänge mit 200 jungen Stimmen
Fleiß, Konzentration, Gestaltungsfähigkeit, Ausdauer und Teamfähigkeit machen das gemeinsame, festliche Musizieren möglich. FOTO: achim blazy
Ratingen. Für ihr Adventskonzert in der Suitbertuskirche wurden die Liebfrauenschüler mit begeistertem Applaus belohnt. Von Werner Schürmann

Mit brennenden Kerzen in den Händen zogen rund 200 Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule durch das dunkle Kirchenschiff zum Altarraum. Das südafrikanische Lied "Hambani Kahle" (das Licht erleuchte die Nacht) erklang so lange, bis alle ihre Plätze hinter den Notenpulten oder auf dem Chorpodium erreicht hatten. Von der rechten Empore stimmten die Holz- und Blechbläser "Macht hoch die Tür..." an. Die Zuhörer sangen mit Begeisterung die drei altbekannten Strophen mit.

Schulleiter Peter Bärens begrüßte die Gäste zu dem festlichen Adventskonzert unter dem Motto "Macht hoch die Tür" und erzählte sehr anschaulich von der Entstehungsgeschichte dieses Liedes 1623 im ostpreußischen Königsberg. Heute gehört das Lied zu den bekanntesten Adventsliedern beider Konfessionen.

Sauber, präzise, doch noch etwas verhalten begann der Unterstufenchor mit zwei adventlichen Kirchenliedern. Das Streicherensemble mühte sich tapfer an einem Kanon von Johann Pachelbel, der endlos schien, dann aber ein gutes Ende nahm. Flötenquartett und Chor ließen gemeinsam verschiedene Hirtenmusiken anmutig erklingen.

Stimmungsvoller Schwung kam dann auf, als das Blasorchester von der Empore das amerikanische Weihnachtslied "Rudolf, das Rentier" spielte. Sogleich brach großer Jubel beim Publikum aus. Das zweite Gemeindelied, wieder von den Bläsern auf der Empore angestimmt, "Es kommt ein Schiff geladen", wurde von allen Kirchenbesuchern kräftig mitgesungen. Chor und Orchester präsentierten dann "Vom Himmel hoch", "Tochter Zion" und "Frieden für die Welt" in eindringlicher, musikalisch überzeugender Vortragsweise. Hiernach gab es wieder großen Applaus.

Der Kammerchor fügte sich sehr schön und anrührend mit "Away with your sorrows" von William Billings ein. Auch der Ehemaligenchor (zu erkennen an den blauen Halstüchern) brachte mit eigenen Solostimmen den Song "Child of the stables's secret birth" von Thomas Hewitt Jones sehr empfindsam und ausdrucksvoll zur Geltung.

Nachdem das Flötenensemble den "Winter" aus den Jahreszeiten von Antonio Vivaldi beeindruckend gespielt hatte, sang nun der Unterstufenchor mit großem Elan und frischem Engagement zwei Titel von Rolf Zukowski; "Bald, bald, bald" (ist Advent) und "Wär' uns der Himmel immer so nah". Das Publikum reagierte begeistert.

Das große Orchester musizierte dann "Trepak", einen russischen Volkstanz von Peter Tschaikowski aus der bekannten Nussknackersuite. Nach dem gemeinsamen Schlusslied " O du fröhliche" gab es Applaus ohne Ende. Dazu wurden den verantwortlichen Leitern Patricia Doser und André Schürmann, die wieder einmal Großartiges geleistet hatten, üppige Blumensträuße überreicht.

Nach dem Konzert gab Schulleiter Bärens bekannt, dass die Kollekte einer katholischen Schule in Tansania/Njombe zugute kommt. Und er stellte Pater Bruno, den Vertreter dieser Schule, vor. Mit den besten Wünschen für die Weihnachtstage entließ er die von schönen Liedern erfüllten Zuhörer nach diesem besinnlichen Abend.

Quelle: RP
| 00.00 Uhr

 

Ratingen

Junge und Alte basteln gemeinsam

 

Ratingen. Liebfrauenschule und Marienhof-Wohnheim verbindet eine Kooperation.

 

Pünktlich zum Beginn der Adventszeit veranstalteten die Liebfrauenschule und die St. Marienkrankenhaus GmbH innerhalb des Kooperationsnetzes Schule-Wirtschaft (KSW) für die Schülerinnen und Marienhof-Bewohner einen gemeinsamen Bastelnachmittag.

15 Schülerinnen der siebten und achten Klassen fanden sich dazu im benachbarten Seniorenzentrum ein und wurden von Heimleiter Horst Ramm, Mitarbeiterin Claudia Lewandowski und einer Gruppe bastelbegeisterter Bewohner empfangen.

Junge und Alte machten sich ans Werk und schnitten, falteten, stanzten und nähten. Aus alten Teelichthülsen werden Weihnachtssterne gezaubert, alte Gebetsbücher verwandeln sich in himmlische Engel und leere Kaffeekapseln werden zu bunten Glöckchen. "Das Upcycling ist eine wunderbare Idee, um aus Abfallprodukten nützliche und schöne Dinge zu schaffen", sagt Textillehrerin Maria Mund-Marek begeistert. "Es macht Spaß, mit den älteren Menschen zu basteln und zu sehen, wie sie sich freuen", sagt Schülerin Melina. Das finden auch ihre Mitschülerinnen: "Hier herrscht eine schöne Atmosphäre, die uns für die Weihnachtszeit einstimmt." Marienhof-Bewohnerin Edith Breitenbach versetzt das gemeinsame Basteln in ihre eigene Kindheit zurück. "Das ist wunderbar, das haben wir früher auch schon sehr gerne gemacht."

Der vertraute Umgang miteinander verrät, dass sich die meisten der Schülerinnen und Bewohner nicht zum ersten Mal begegnen. Kein Wunder, denn als eines von zahlreichen weiteren Projekten schließt der gemeinsame Bastelnachmittag an eine lange Tradition der bereits zwölfjährigen KSW-Lernpartnerschaft zwischen der Erzbischöflichen Realschule und der St. Marienkrankenhaus GmbH an und läutet auch in diesem Jahr wieder bei den Schülerinnen und den Bewohnerinnen die Weihnachtszeit ein.

"Schon im Vorfeld haben die Bewohner immer wieder gefragt, wann die Mädchen wieder vorbei kommen", erzählt Lewandowski. Die Besuche der Schülerinnen seien immer wieder etwas Besonderes.

Quelle: RP