Musik 2018/19

Ode für offene Ohren

Sommerkonzert der LFS Ratingen begeistert mit kreativen und komplexen Klangwelten

von Markus Vorpeil

 

Eine große Bühne randvoll mit mehr als 240 musikbegeisterten Jugendlichen, ein weltumspannender Kosmos komplexer Klangwelten, ein fasziniertes Publikum, das aus dem Staunen nicht herauskam, was Kinder und Musik-Pädagogen der Ratinger Liebfrauenschule als Team zu leisten imstande sind: Wer befürchtet hatte, das traditionsreiche LFS-Sommerkonzert würde bei schwülwarmem Wetter in der stickigen Luft der Ratinger Stadthalle zu einem Opfergang, wurde im Rahmen von gleich zwei stimmungsvollen Konzertabenden (4. + 5. Juni) eines Besseren belehrt: Denn beide Vorstellungen wurden eine Ode für offene Ohren und ein Aha-Erlebnis für musikalische Harmonien. Freie Sitzplätze - Fehlanzeige!

Ein früher Höhepunkt: Das wundervolle Wechselspiel von Geigen und Querflöten, als das Kammerorchester Auszüge aus den bekannten Melodien des Films „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ präsentierte: Die traurigen und doch tröstlichen Töne dieser anspruchsvollen Komposition tauchten den Raum in eine sanfte Melancholie, die sofort abgelöst wurde durch den rhythmischen Takt der Trommeln beim Vortrag des Vor-Orchesters, das stimmungsvoll Leitmotive der Melodien aus dem Film „Fluch der Karibik“ vortrug. Faszinierend auch, wie das Flötenquartett den schmissigen Jazz-Klassiker „Puttin‘ on the Ritz“ in eine getragene Fassung für Holzblasinstrumente umwandelte.

Auf eine reizvolle Reise in die musikalische Unterwelt nahm das Orchester die Zuhörer mit, als das Ensemble im sonnenbebrillten Gangsterlook einen Reigen von Melodien aus den beliebten James Bond-Filmen zum Besten gab. Erfrischende Jazz-Einlagen harmonierten mit dem wuchtigen Sound der Blechbläser und ließen das begeisterte Publikum auf Wolke 007 verweilen. Die ganze Klangvielfalt des Orchesters kam bei Anton Dvoraks Sinfonie „Aus der neuen Welt“ zum Ausdruck. Der 4. Satz dieses klassischen Werkes mit seinen zahlreichen Tempi-Wechseln verlangte dem Ensemble alles ab, weshalb Dirigentin Julia Leers nach der geglückten Vorstellung zu Recht Kusshände in Richtung „ihres“ Orchesters warf. Ein musikalischer Ohrenschmaus auf höchstem technischen Niveau!

Zum Hörgenuss der besonderen Art avancierte ein Medley aus dem Musical „König der Löwen“, mit dem der Chor das Publikum begeisterte und zu wahren Beifallsstürmen hinriss. In den Zauber der 70er Jahre entführte der Kammerchor die Zuhörer mit dem Abba-Hit „Dancing Queen“, während der Ehemaligen-Chor mit einem herausragenden Chor-Arrangement des Queen-Songs „Don´t stop me now“ glänzen konnte.

Pop- und Rock-Klassiker vom Feinsten boten die Mitglieder der Schulband „Musicats“. Im Lichtermeer leuchtender Smartphones wippten die Zuhörer auf ihren Stühlen im Takt und warfen ausgelassen ihre Arme in die Luft! Die Luft vibrierte endgültig, als Mila Mettenmeier zu Carlos Santanas Song „Corazon espinado“ den feurigen Latino-Rhythmen ein elektrisierendes E-Gitarren-Solo beisteuerte, das teils in Jubelstürmen unterging.
Zu verdanken hatte die Band ihren Erfolg nicht zuletzt den stimmigen Arrangements von Musiklehrer André Schürmann, der in gewohnter Weise souverän für die musikalische Gesamtkonzeption des Sommerkonzertes 2019 verantwortlich zeichnete.

Das furiose Finale des Abends präsentierten alle verschiedenen Schul-Chöre samt Band im Gleichklang: Udo Lindenbergs Hymne „Komm wir zieh´n in den Frieden“ sorgte bei Jung und Alt für Gänsehaut pur. Die beeindruckende Performance zeigte auf der Bühne eine Jugend im Aufbruch, die sich getreu dem übergreifenden musikalischen Motto „Look at the world - Schätze die Schöpfung“ auf den Weg gemacht hat. In diesen bewegenden Schlussakkorden korrespondierten die Vielfalt der musikalischen Klänge mit den enormen umweltpolitischen Herausforderungen, die diese Generation in naher Zukunft zu meistern hat. „Unsere Schule hat den an alle gerichteten Auftrag, für ein neues Verständnis von Natur und Umwelt zu werben, längst angenommen“, kommentierte Schulleiter Christoph Jakubowski sichtlich bewegt, indem er auf zahlreiche Initiativen verwies, die die LFS Ratingen in der jüngeren Vergangenheit bereits initiiert hat.

Wer das Glück hatte, einen dieser beiden großartigen Konzertabende miterleben zu können, wer die glühende Inspiration und die unbändige Leidenschaft der Schüler(innen) und ihrer Lehrer(innen) erleben durfte, aus der dieses Hörerlebnis resultierte, ging im Vertrauen nach Hause, dass diese Herausforderungen tatsächlich auch mit Zuversicht in Angriff genommen werden können.
So werden Kinder stark!

Ein musikalischer Blick auf die Welt

Großartiges Sommerkonzert der Liebfrauenschule in der Ratinger Stadthalle. Rheinische Post 7.6.2019

 (Foto: Achim Blazy, RP 7.6.19)

 


Von Werner Schürmann


An zwei Abenden präsentierten rund 240 musizierende Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule sich mit einem Programm, das die Problematik unserer Zeit voll auf dem Schirm hatte: „Look at the world“ (Schau auf die Welt), ein Song des englischen Komponisten John Rutter wurde zum Motto des diesjährigen Konzerts gewählt.


Den Einzug der Jungen und Mädchen durch den Mittelgang der Stadthalle wurde, unter stehendem Applaus des Publikums, schon zu einem beeindruckenden Erlebnis.
Die Musiklehrer: Julia Leers (Orchester), Ute Klein (Klavier), Johanna Kämmerer (Flötenquartett), André Schürmann (Chöre /Band) hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das dem Thema: „Look at the world“ stets gerecht wurde.


Der neue Schulleiter Christoph Jakubowski begrüßte sehr herzlich das Publikum und wies darauf hin, dass das Bewusstsein für unsere Welt an der Liebfrauenschule bereits durch viele Projekte angekommen sei.
Der walisische Komponist Karl Jenkins, Jahrgang 1944, hatte das Stück „Tintinnabulum“ (ein Glockenspiel, das bei Prozessionen getragen wird) geschrieben. Unterstufenchor und diverse Schlaginstrumente zauberten eine stimmungsvolle Eröffnung. Das Unterstufen-Flötenorchester spielte danach südslawische Tanzsuiten. Es folgten drei Titel aus dem Film: „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, die diesmal nicht gesungen, sondern vom Kammerorchester eindrucksvoll vorgetragen wurden.


Filmmusiken aus „Fluch der Karibik“, mitreißend gespielt vom Vororchester, „Puttin On The Ritz“, vom Flötenorchester etwas besinnlich vorgetragen, und Themen aus James Bond Filmen wurden vom Orchester bravourös vorgestellt. Wobei im Hintergrund auf der Leinwand fliegende Revolverkugeln sichtbar wurden.
Der folgende 4. Satz aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak „Aus der neuen Welt“ mit seinem aufrüttelnden Trompetenthema war eine riesige Bereicherung für das gesamte Konzert. Begeisterter Applaus für die Orchesterleiterin Julia Leers. Ein Medley aus „König der Löwen“, sowie der ABBA-Titel „Dancing Queen“ wurden vom Chor und Kammerchor eindringlich vorgetragen. Überzeugend gut war der Ehemaligen Chor mit dem Titel „Don’t stop me now“ von Freddie Mercury.


Hinter der Programmnummer 11 verbargen sich die erfolgreichen „MusiCats“, deren erste Nummer „Love me like you do“ von einer Tanzgruppe elegant und graziös untermalt wurde. Bei „Corazon espinado„ mit einer hervorragenden Sologitaristin rockte die Halle. Alle Titel der „MusiCats“ wurden mit frenetischem Beifall bedacht.


Der folgende Titel „Look at the world“ von John Rutter wurde von allen Chören sehr bewegend vorgetragen. Die wunderschönen Naturfotografien aus aller Welt brachten das „Staunen vor der Schöpfung“ im Einklang mit der Musik zu einer ergreifenden Symbiose.
Alle Chöre, begleitet von der Band, sangen zum großen Finale Udo Lindenbergs Titel „Wir ziehen in den Frieden“. Eine Friedenstaube war dabei auf der Leinwand im Hintergrund zu sehen.
Das Publikum dankte allen Beteiligten mit langanhaltendem Applaus für einen wunderschönen musikalischen Abend.

 

Selectión Ratinger Talente,     Donnerstag 4. April

PRESSE>
Am 4. April gab es auf der Wasserburg ein sehr junges und vor allem lokales Konzert.

 

Talentierte Schüler von vier weiterführenden Schulen in Ratingen (FCvW - Gymnasium, DB-Gymnasium, Kop.- Gymnasium und der LFS) traten im Rahmen der Selectión-Reihe auf.


Unter den 16 Schülern waren drei Schülerinnen der Liebfrauenschule : Cosima Breker, Sophie Nguyen ( J.B.Loilett: Sonata IV op.2)  und Lea Köstring (J.S.Bach : a.d.Kantate BWV 208)

Sie gestalteten ihre anspruchsvollen Werke sehr musikalisch und souverän.

Frau Leers begleitete am Flügel mit Bravour.

Ein schöner Abend, der sicher noch einmal wiederholt werden sollte, da er den Schülerinnen und Schülern eine gute Gelegenheit gibt, ihr können vor Publikum in angenehmer Athmosphäre zu zeigen.

 

Bilder von der Orchesterfahrt

Einfach großartig: Mutige „MusiCats“ machen Musik bei MISEREOR

Die Band der Liebfrauenschule präsentierte sich mit mehreren Songs in der vollbesetzten Philharmonie in Köln. 7.März 2019

Angefragt hatte das Misereor-Schulreferat. Zur Eröffnung der diesjährigen Fastenaktion veranstaltete Misereor in diesem Jahr zum ersten Mal einen Musikevent in der Kölner Philharmonie.


Dafür wurde eine Band gesucht, die zusammen mit dem El Salvadorianischen Sänger Pablo Raimundo mehrere Songs spielen konnte. Die Schulband der Liebfrauenschule sagte spontan zu.
Südamerikanische Rhythmen, spanische Texte und ein so großes Publikum waren die Herausforderung für die nur kurze Probenzeit von 3 Monaten.
Die Vorfreude war genauso groß, wie die Anspannung. Schließlich besteht die Band aus 13 - 16 jährigen Schülerinnen und Schülern, die sonst nur vor heimischem Publikum in der Stadthalle auftreten.
Dazu der Leiter der Musik- AG André Schürmann: „Es gehört schon eine gewaltige Menge Mut dazu, sich vor 1500 Besuchern mit der eigenen Stimme zu präsentieren.“
In nur drei gemeinsamen Proben erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Pablo Raimundo die Stücke.


Los ging es dann am Donnerstagmorgen um 6.00. Das Bandequipment musste verladen werden, denn der Aufbau in der Philharmonie sollte um 7.15 Uhr starten. Kurzer Soundcheck, Einspielprobe, warten hinter den Kulissen und dann auf den Punkt konzentriert spielen. Das sind Erfahrungen, die sonst nur Profis machen.

Die Saxophonisten Elisa Kleindienst berichtet: „Vor dem Auftritt war ich mega aufgeregt. Ich dachte die ganze Zeit, etwas würde schiefgehen. Aber während des Auftritts war ich super glücklich und stolz. Der Blick ins Publikum war grandios. Ich hatte echt Gänsehaut. Danach konnte ich gar nicht glauben, dass es vorbei ist. Aber ich war froh und dankbar, dass ich dabei sein durfte..“
Die Sängerin Joy Veras Thomas:
„Es war ein absolut unglaubliches Gefühl vor so vielen Menschen singen zu dürfen! Natürlich waren alle vorher sehr aufgeregt, allerdings war die anfängliche Angst schnell vergessen, denn es war auch sehr schön und wir konnten die tolle Atmosphäre genießen!“

Fotos von der Chorfahrt 2018/19

Tolle Chorgemeinschaft in Altenberg

Unsere Chorfahrt nach Altenberg war ein voller Erfolg! Harmonisches Miteinander, leckeres Essen, schöne Umgebung, nächtlicher Besuch im Dom, und natürlich proben, proben, Stimmbildung und wieder proben.

Die vier charismatischen Chorknaben aus der 6b

Jan, Robin, Tiemo und Pascal engagieren sich erfolgreich im Chor der LFS Ratingen
(von M.Vorpeil)


Sind sie Musterknaben? Manchmal. Sind sie Meistersinger? Meistens. Gemeinsam mit fünf anderen Jungen aus dem Kreis der männlichen Schülerschaft unterstützen Jan, Tiemo, Robin und Pascal aus der Klasse 6b die Chorgemeinschaft der Liebfrauenschule in Ratingen. >mehr lesen

Singen beim BSG.e.V.

 

Foto: Hr. Barnick

Nachdem das Weihnachtskonzert erfolgreich und begeisternd geschafft war, absolvierten am Donnerstag ca. 30 Schüler der LFS noch einen kleinen Sonderauftritt bei der BSG- Sportgemeinschaft. Vor rund 120 geladenenen Gästen sangen sie einen Ausschnitt aus dem Konzertprogramm. Dank, Applaus und Anerkennung für einen schönen Beitrag zur Weihnachtsfeier! >mehr Fotos

Weihnachtskonzert 2018


Romantik-Konzert mit Kerzenlicht

Mit brennenden Kerzen zogen etwa 200 Schülerinnen und Schüler in die verdunkelte St. Suitbertus-Kirche ein.⇥RP-Foto: Achim Blazy

 

 

 

     Die Liebfrauen-Realschule gibt zwei umjubelte Weihnachtskonzerte.                            Etwa 200 Schüler und Schülerinnen luden auch zum Mitsingen ein.

 

Die an zwei Abenden vollbesetzte St. Suitbertuskirche war wie im jedem Jahr vollkommen abgedunkelt. Sechs Schülerinnen standen mit brennenden Kerzen am Altar und begannen, den mittlerweile zur Tradition gewordenen Liedruf „Hambali Kahle“ (Das Licht erleuchte die Nacht) zu singen. Darauf bewegte sich ein Zug von etwa 200 Schülerinnen und Schüler durch das Mittelschiff der Kirche, festlich gekleidet und ebenfalls mit brennenden Kerzen zum Altarraum, wo sie ihren Platz im Chor oder im Orchester einnahmen. Dabei klang immer wieder der Wechselgesang „Hambani Kahle“. Für den Zuhörer, der aus dem geschäftigen, kommerziellen Weihnachtstrubel kam, begann mit diesem Einzug der Kinder wahrhaftig die Zeit der Besinnung, der vorweihnachtlichen Freude auf das Fest.

 

Schulleiter Peter Bärens erinnerte bei seiner Begrüßungsrede daran, dass dieses unser Weihnachtsfest eben nicht das Fest der vollen Kassen, der frommen Reden und des Verstandes sei, sondern es appelliert an unsere Herzen, „denn man sieht nur mit dem Herzen gut“, wie es der kleine Prinz bei Antoine de Saint-Exupéry sagt. Und erst das liebende Herz versteht Weihnachten richtig.

 

So begann der Unterstufenchor mit drei bestechend schön gesungenen Liedern: „Das große Wunder“, „Ein Stern strahlt“, und „Weihnachtsstern“. Danach spielte das Flötenquartett das finnische Lied „Kling klang, klockanslar“ sowie „Macht hoch die Tür“, „Joy to the world“ und „We wish you a merry christmas“ mit großer Begeisterung und äußerst konzentriert. Es wurde dirigiert von Johanna Kämmerer. Beim folgenden „Jesus meine Freude“ von J. Seb. Bach des Kammerorchesters war die Feinabstimmung im Tempo manchmal etwas ungenau.

Es war wunderbar, dass die Zuhörer mit in das Konzert eingebunden wurden. Sie sangen gemeinsam die Lieder „Wir sagen euch an den lieben Advent“, „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ sowie „Engel auf den Feldern singen“.

Der „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck vom Orchester und Chor vorgetragen, verfehlte seine hochromantische Stimmung in keinster Weise. Der Chor der Ehemaligen glänzte mit „Christmas kumbaya“ und „Winter Wonderland.“ Auffallend war die hervorragende Beherrschung der Dynamik und der Artikulation. Alle Chöre gemeinsam sangen das wenig bekannte „Ave Maria“ von Giulio Caccini und ernteten begeisterten Applaus.

 

Noch einmal war das Flötenquartett zu hören mit dem Andante cantabile aus dem Weihnachtspastorale von Antonio Vivaldi. Der Unterstufenchor stellte sich erneut mit „Believe“ und „When christmas comes to town“ vor.

Hierbei übernahm die Lehrerin Ute Klein sehr professionell den Klavierpart, so dass André Schürmann dirigieren konnte und dadurch den Chor bedeutend besser im Griff hatte als vom Klavier aus. Der Chor dankte es durch präzise Einsetze und homogenere Ausstrahlung.

Peter Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“ bildete den Abschluss mit dem großen sinfonischen Orchester. Julia Leers dirigierte den Marsch, Tanz der Zuckerfee, Tanz der Rohrflöten und Trepak, den russischen Tanz mit großer Hingabe und Genauigkeit. Das Publikum war begeistert.

Die Zugabe war zugleich das gemeinschaftliche Lied: „O du fröhliche...“

 

Presse:  Rheinische Post  13.12. 2018