Textilgestaltung

 

„Textilunterricht? Hatte ich auch als Kind da habe ich einen Topflappen gehäkelt.“

 

Aber der Textilunterricht ist mehr als nur eine „Topflappengeschichte“, denn er gehört zur ganzheitlichen Bildung des Menschen, weil er die „Feinmotorik, die haptische und visuelle Wahrnehmung des Kindes und dessen Kreativität“ fördert.

 

Wie setzen wir das an unserer Schule um? Im Mittelpunkt unseres Textilunterrichts steht die Kreativitätsförderung. Es wird Raum geschaffen für sinnliche Erfahrungen und lebensnahe lernen, denn Textilien begleiten uns von Geburt an. Durch ästhetisches Forschen mit verschiedenen Materialien und die Vermittlung kulturhistorischer Techniken soll die Feinmotorik geschult und Problemlösefähigkeit der Lernenden erweitert werden. Diese Fähigkeiten sind für das spätere Berufsleben wichtig (z. B. mechanische Bereiche) und zur Bewältigung von vielen Lebenssituationen übertragbar. Textilien sind Spiegelbilder ihrer Kultur und durch die Auseinandersetzung dessen soll die mehrperspektivische Betrachtungsweise gefördert werden. Jenes ist in unserer heutigen globalen Welt wichtig.

 

Die Koedukation hat in diesem Fach einen hohen Stellenwert. Vorbehalte, der Textilunterricht ist doch nur was für Mädchen lässt sich mit einem Blick auf die vorherrschenden Männer in der Modebranche nicht bestätigen. Gerade Chirurgen brauchen z. B. sehr gute manuelle Fähigkeiten und beherrschen die textile Technik des Nähen. Ebenfalls bietet die Koedukation die Möglichkeit textile Objekte auf die Interessenswelt der Lernenden anzupassen.

 

Wie findet der Textilunterricht an unserer Schule statt? An unserer Schule findet Textilgestaltung im halbjährlichen Wechsel mit Kunst von der 5 bis zur 8 Klasse statt. In den Klassen 9 und 10 kann Textilgestaltung im Wahlpflichtbereich gewählt werden. In den unteren Klassen wird besonders auf die Schulung der Feinmotorik geachtet z. B. werden textile Objekte durch Knüpfen, Nähen, Sticken und Weben hergestellt. Ebenfalls freuen wir uns immer sehr über Hilfe von z. B.  Müttern/ Großvätern, wenn es an Häkel- und Strickarbeiten geht. Ein absolutes Highlight ist das Nähmaschinen nähen ab Klasse sieben, für das die Lerngruppen geteilt werden. Auch Ausstellungen werden besucht und Gemeinschaftsprojekte zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls finden statt. Ebenfalls werden immer wieder textile Objekte für soziale Projekte hergestellt z. B. Tischsets für das Altenheim.

 

Durch die vielfältige Arbeit des Textilunterrichts an unserer Schule, werden bei unseren Schülerinnen und Schülern mehr Erinnerungen als an „Topflappen“ geschaffen!

An unserer Schule findet Textilgestaltung im halbjährlichen Wechsel mit Kunst statt. Ab der 7. Jahrgangsstufe  werden die Klassen sogar geteilt: So können die Schüler lernen, an der Nähmaschine zu arbeiten.

 

In Klassen 9 und 10 kann Textilgestaltung im Wahlpflichtbereich gewählt werden. Kleider werden genäht, Modenschauen gestaltet, Ausstellungen besucht, Prinzessinenkostüme entworfen, Schneiderbüsten gebaut und auf diese Art bietet Textilgestaltung eine gute Grundlage für gestalterisch kreative Berufe.

 

Klasse 5

beschäftigt sich mit feinmotorischen Dingen wie z. B. der Gestaltung von Wimpeln für unsere Schulgirlande. Aber alles fängt an mit der Herstellung unserer Blumen:

 

 


Aber auch die Geschichte vom keinen Ich-bin-Ich lesen wir gerne und finden es immer wieder spannend, wie unterschiedlich unsere Gestaltungsmöglichkeiten dieses kleinen Tierchens sind:

 

Wenn wir dann lernen, etwas genauer zu arbeiten, sticken wir unsere traditionellen Nadelheftchen, die uns in unserer Schulzeit begleiten und uns dabei helfen, immer unsere Nadeln dabei zu haben. Die ganz Fleißigen schaffen es noch, Handtuchborten zu besticken und so manche " Gabi" freut sich bestimmt lange an unseren Handarbeiten...

Klasse 6

ist dann fit für Häkel- und Strickarbeiten. Gerne nehmen wir die Hilfe von Müttern, Großmüttern und Nachbarinnen in Anspruch, um den Klassen die alte Tradition zu vermitteln....

Mir wurde berichtet, dass auch so manche Mutter, Arbeitskollegin der Mutter und Freundin der Arbeitskollegin wieder mit dem Häkeln und Stricken begonnen haben soll...

Die Übungsstunden finden gerne in strahlendem Sonnenschein draußen im Schulgelände statt:

 

Klasse 7

wird nun endlich geteilt und darf an die Nähmaschinen!


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Eine Anleitung zur Herstellung eines Armbandes

Lederarmband

Man braucht:Leder,eine Schere,ein Lineal und einen Stift.

Ebenso braucht man einen Knopf, Nadel und Faden

Von dem Leder Schneidet man ein ca.21cm langes und 3cm

breites Stück aus.

Auf dem Stück markiert man mit jeweils1cm Abstand

von der unteren und der oberen Kante die Schneidepunkte.

Damit man auch gerade schneidet, sollte man ca. 3cm

zum Rand frei lassen.

 

Nachdem man markiert hat, schneidet man sehr sorgfältig

an den Punkten entlang.

 

Dann beginnt man zu Flechten. Man sollte

immer nur 3 Flechtzyklen machen, da es sich

sonst im unteren Abschnitt verwickelt.

 

Da es sich verknotet muss man es regelmäßig entwirren.

Jetzt flechtet man weiter bis man mit dem Flechtergebnis

zufrieden ist.

Als nächstes nimmt man Nadel und Faden zur Hand und

näht den Knopf auf einer der nicht eingeflochtenen

Seiten gut fest.

Jetzt schneidet man auf der anderen Seite mit der Schere einen

Schlitz in das Leder, so dass der Knopf gut durch passt

 

Nun heißt es nur noch Anziehen und mit dem Ergebnis

zufrieden sein!

 

Theo Momm 8MK