Kurs Sozialwissenschaften Klasse 8

SW Kurse 7            Wettbewerb: Bunt statt blau       Wir sind dabei!

Am 6.6.16 fand in der Aula die Siegerehrung der Landessieger und des Sonderspreises für junge Künstler statt.

Wir freuen uns zu verkünden, dass die Sozialwissenschaftkurse der 7. Klassen den Sonderpreis für junge Künstler in diesem Jahr gewonnen haben!


Zu diesem schönen Anlass konnte Herr Bärens die NRW Gesundheitsministerin Frau Barbara Steffens und den DAK-Landeschef Hans-Werner Veen in der Aula der LFS begrüßen. Der Pressesprecher der DAK Rainer Lange hielt die Spannung, wer nun in welcher Kategorie welchen Preis gewonnen hat, bis zur letzten Minute aufrecht. Sowohl die Schülerinnen der Liebfrauenschule - als auch die Gewinner aus Dortmund, Leichlingen und Wiehl – waren sehr gespannt auf das Ergebnis.
Knapp 7000 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr an dem Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das Komasaufen mitgemacht. Unter diesen vielen Einsendungen werden nach und nach die Landessieger bekannt gegeben.


Link zu den Gewinnern


Stimmen zu dem Wettbewerb:
Herr Bärens:
„Der Wettbewerb „bunt statt blau“ behandelt ein besonders interessantes und spannendes Thema für die Jugendlichen. Dieses Interesse wird durch die Wettbewerbssituation noch weiter gestärkt und es lässt sich eine sehr hohe Motivation der Schülerinnen erkennen. Ich danke den Kolleginnen für die gelungene Umsetzung.“

Schülerinnen der SW-Kurse der höheren Jahrgangsstufen:
„Das Projekt ist super – vor allem finde ich, dass die 7er es toll umgesetzt haben!“
„Ich finde es richtig, dass das Projekt in der 7. Klasse durchgeführt wird. In der 8. Klasse trinken die meisten Jugendlichen zum ersten Mal Alkohol. So weiß man schon vorher um die Risiken!“
„Als ich die Ausstellung zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich sehr erschrocken. Ich finde, dass man echt Angst bekommen kann. Allerdings lernt man so auch, dass man vorsichtig mit Alkohol sein muss.“

Lehrerinnen und Lehrer der LFS:
„Das ist ein tolles Projekt und ich gratuliere euch zum Gewinn eines Preises!“
„Die Schülerinnen habe sich viele Gedanken um das Thema Alkohol gemacht und äußerst kreativ umgesetzt.“
„Hoffentlich kann die Ausstellung lange in der Aula bleiben und viele andere Schülerinnen und Schüler auf das Thema aufmerksam machen.“

Aus : fit, das Gesundheitsmagazin der DAK

„Mehr junge Komasäufer im Kreis“

Mit dieser aktuellen Schlagzeile aus der Rheinischen Post und anderen Medienbeiträgen macht die Presse immer wieder auf die Probleme rund um den Umgang mit Alkohol und anderen Drogen aufmerksam. Unsere beiden Sozialwissenschaftskurse 7 beschäftigen sich im Augenblick mit den vielfältigen Ursachen und Folgen von Sucht. In diesem Rahmen nehmen wir an einem bundesweiten Wettbewerb unter dem Motto: BUNT STATT BLAU teil. Er wird von der Gesundheitskasse der DAK ausgerichtet.
Wir planen, alte Schulmöbel bunt anzumalen und mit kreativen Texten auf das Alkoholproblem aufmerksam zu machen. Unsere Anstreichaktion findet im Dachgeschoss unserer Schule statt und bietet ideale Malerbedingungen, da die Räumlichkeiten leer stehen und grundsaniert werden. Da dürfen Farbkleckse auch mal danebengehen.
Zum Schluss werden unsere Kunstwerke per Foto ins rechte Licht gesetzt und zu einer Bildercollage zusammengestellt. Dann brauchen wir nur noch ein wenig Glück und zählen vielleicht zu den stolzen Wettbewerbssiegern!
Begleitet wird die Aktion von den Lehrerinnen Frau Droste-Guddorf und Frau Eßer

Bunt statt Blau

Ratingen. Schülerinnen der 7. Klasse der Liebfrauenschule beschäftigten sich im Rahmen eines Projektes künstlerisch mit dem Thema Alkohol. Von Wolfgang Schneider

 

Sie sind zwölf bis 14 Jahre alt, aber zum Thema Alkohol haben sie eine deutliche Meinung: "Ich finde, dass es sehr wichtig ist, bereits in der siebten Klasse darüber zu spreche

Sehr lange dauerte es danach nämlich nicht mehr, bis man den ersten Kontakt mit Alkohol hat", sagt die zwölfjährige Karolina. Und Mia (13) ergänzt: "Es ist wirklich wichtig, darüber informiert zu sein, was Alkohol miteinem machen kann." Zwei sozialwissenschaftliche Kurse des siebten Jahrgangs der Liebfrauenschule setzten sich gestern künstlerisch mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinander (siehe Infokasten). Die einzige Vorgabe der Lehrerinnen: Ein Möbelstück muss eine Rolle spielen. "Ansonsten haben die Mädchen völlig freie Hand", erklärt Sowi-Lehrerin Daniela Eßer.

 

Karolina, Mia und ihre Klassenkameradinnen Elena (12) und Samantha (14) haben sich einen alten Stuhl geschnappt und den erst einmal komplett in blau gestrichen. "Jetzt kommen noch viele verschiedene farbige Tupfer drauf", verrät Samantha. Die Mädchen verfolgen dabei einen genauen Plan, wie Elena verrät: "Die blaue Farbe steht für das Betrunken sein, die Farbtupfer dafür, dass man auch ohne Alkohol fröhlich sein kann." Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Schülerinnen mit dem Thema auseinandersetzen. So hatten sie zum Beispiel schon einmal Besuch im Unterricht von einer Expertin, die eine sogenannte Rauschbrille mitgebracht hat: "Wenn man die aufgesetzt hat, fühlte sich das so an, als wäre man betrunken", sagt Samantha: "Das war wirklich interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass Alkohol so wirkt."

 

Ob die Entwürfe der Mädchen, die hinterher ein Gesamtkunstwerk unter dem Motto "bunt statt blau" bilden, es letztlich auf das große Plakat gegen das bei Jugendlichen viel zu häufig auftretende Komasaufen schaffen, entscheidet sich im April. Dann werden alle Einsendungen aus den verschiedenen Bundesländern von einer Jury ausgewertet. Das Phänomen ist auch im Kreis Mettmann nicht unbekannt, wie DAK-Sprecher Rainer Lange weiß: "2014 gab es im ganzen Kreis beim Komasaufen einen Anstieg um 17.7 Prozent. 113 Kinder und Jugendlichen mussten ins Krankenhaus." Deshalb sei es wichtig, Jugendliche so früh wie möglich über die Gefahren des unkontrollierten Alkoholkonsums aufzuklären. 12 bis 17 Jahre sind die Teilnehmer in der Regel. Für Lange ein Vorteil, dass die Entwürfe von Altersgenossen stammt: "Junge Künstler werden selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht." Das Liebfrauenschule-Quartett interessiert das im Moment weniger, die Mädchen haben einfach Spaß, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Finden sie es eigentlich sinnvoll, auf diese Art Altersgenossen aufzuklären? Da sind sie sich einig: "Das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Und uns macht es auf jeden Fall jede Menge Spaß." Und schon vertiefen sie sich weiter in ihr Kunstprojekt - mal sehen, ob es einen Preis gewinnt.

 

Quelle: RP