Klasse 9d

Keine Macht den Drogen

 
Die Sucht ist oft eine Flucht! Diese Erfahrung machte die Klasse 8d der Liebfrauenschule am 24.04 und am 14.05.2019 im Zuge einer Drogen- und Suchtberatung. Frau Sprenger von der Drogen- und Suchtberatungsstelle Ratingen kam zu uns in die Schule und gestaltete mit uns vier interessante Unterrichtsstunden. Dabei gab sie uns viele Infos zum Thema Sucht und den dazugehörigen Drogen.
 
Zunächst bekamen wir einen Beutel mit verschiedenen Suchtstoffen und Drogen. Der Beutel machte die Runde und jeder, der wollte, konnte sich blind etwas aus diesem Beutel nehmen und im Anschluss vorstellen. Dabei sollte er sagen, was der Gegenstand seiner Meinung nach mit Sucht zu tun hat. Im Beutel waren Gegenstände wie der Feigenschnaps „Kleiner Feigling“, ein Energy Drink, ein Lottoschein, eine leere Zigarettenpackung, Flüssigkleber und Seife. Nachdem wir alle Suchtmittel besprochen hatten, durften wir Fragen zum Thema Abhängigkeit von Suchtmitteln stellen.
 
Bei unserem zweiten Treffen haben wir die verschiedenen Stufen zur Sucht kennengelernt und intensiv besprochen: Konsum, Genuss, Gewöhnung, häufiger Konsum, Verlangen, Sucht. Danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. In einer Gruppe wurde über Alkohol und die Gefahren der Abhängigkeit gesprochen. Die Expertin präsentierte drei große Plakate mit folgenden Leitfragen: Welche Symptome haben Konsumenten ab einer bestimmten Anzahl an Promille? Wie viel Alkohol vertragen Männer und Frauen im Durchschnitt? Wie viel Prozent Alkohol ist zum Beispiel in Getränken wie Wein, Bier und Schnaps?
 
Nachdem wir all dies besprochen hatten, unterhielten wir uns noch darüber, ab wann man bei Konsum von Suchtmitteln von einer Abhängigkeit spricht, wann es sich noch um Genuss handelt und ab wann es bereits Missbrauch ist. Zum Schluss wurden noch so genannte Alkoholbrillen ausgeteilt. Wenn man diese anzieht, hat man das Gefühl, als hätte man 0,8 oder 1,5 Promille im Blut. Mit diesen Brillen haben wir dann versucht, einen kleinen Parcour mit Hindernissen zu bewältigen. Bei dieser Simulation wurde jedem klar, wie sehr Alkohol die eigene Handlungsfähigkeit einschränkt.
 
Währenddessen hatten einige von uns, die in der zweiten Gruppe waren, ein Rollenspiel vorbereitet, in dem es um das NEIN-Sagen ging. Wir überlegten uns eine Szene, in der einer die anderen überzeugen sollte, dass man auch ohne Alkohol feiern und Spaß haben kann. Andere Schüler aus dieser Gruppe  bildeten das „Doktor-Sommer-Team“. Wir beantworteten als Doktor Sommer Emails, in denen sich Jugendliche um Freunde sorgten, die Alkohol trinken oder Wodka mit auf eine Feier bringen wollen. In der Rolle von Doktor Sommer haben  wir den Jugendlichen Mut gemacht, Drogenkonsum abzulehnen und zusätzliche Tipps gegeben, wie sie sich verhalten könnten, wenn ihnen bei Partys Suchtmittel im Freundeskreis angeboten werden.
 
Zum Abschluss des Workshops haben wir uns dann wieder zusammengesetzt und zusammengetragen, was wir in den einzelnen Gruppen gemacht haben. Die zweite Gruppe hat die Doktor-Sommer-Emails und das Rollenspiel vorgetragen. Jeder, der wollte, konnte noch einmal eine Alkoholbrille ausprobieren.