Berichte November 2025


Kunterbunt und voller Leben

LFS Ratingen präsentiert ihr vielseitiges Profil beim „Tag der offenen Tür“ - Vereinbarung von Anmeldegesprächen ab sofort möglich

Sie spritzten und flitzten durch Flure und Gänge, um sich einen Eindruck vom pädagogischen Profil der Liebfrauenschule Ratingen zu verschaffen. Sie führten intensive Informationsgespräche in den Fachräumen oder sie standen still vor Staunen im Musikraum und lauschten den Klängen des Vor-Orchesters und der Schulband „Musicats“ bei ihren Aufführungen. Ganz gleich, ob Gewimmel oder Besinnung: Die LFS Ratingen konnte bei ihrem „Tag der offenen Tür“ am 28. November mit einem vollen Haus aufwarten. Der Name war Programm! Das Prinzip, dass sich die Besucher bei ihrem Rundgang frei im Gebäude bewegen konnten und sich bei Bedarf über einen digitalen Code eigenständig Infos zur Schule verschaffen konnten, ging auf.

In seiner Ansprache in der vollbesetzten Aula der erzbischöflichen Realschule betonte Schulleiter Christoph Jakubowski, dass die Liebfrauenschule gute Erfahrungen mit der Einführung von elternfinanzierten i-Pads für alle Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 5 gemacht habe, aber zukünftig auch an traditionellen Lernmethoden wie Heftführung per Handschrift in den unteren Jahrgangsstufen festhalten wolle. Ein Ergebnis dieses ausgewogenen Konzeptes sei, dass knapp zwei Drittel (65 Prozent) aller Jugendlichen am Ende von Jahrgangsstufe 10 eine Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe in Händen halte. Auch die Entscheidung zur Auflösung der geschlechter getrennten Klassen ab dem kommenden Schuljahr sei ein sinnvoller Schritt in ein modern ausgerichtetes Schulleben, weil Jungen und Mädchen gemeinsam im Klassenraum interagieren und so voneinander lernen.

Auf das besondere Lernklima an der Liebfrauenschule hoben auch die drei Schülersprecher*innen in ihren Statements ab: „An der LFS kannst du eine Gemeinschaft wie auf keiner anderen Schule erleben“, lobte Mariesol Böhnke stellvertretend für alle LFS-Kids den speziellen sozialen Spirit der christlich orientierten Schule unter der Trägerschaft des Erzbistums Köln. Das christliche Miteinander als Kern- und Zielpunkt sämtlicher pädagogischer Aktivitäten stellte auch Schulpfarrer Mario Vera in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, während Elternvertreter und Vorsitzende des Fördervereins insbesondere die hervorragende technische Ausstattung der Schule honorierten: Ganz gleich, ob 3D-Drucker oder Anschaffung neuer Musikinstrumente - durch die hervorragende Kooperation des Fördervereins mit der Schulleitung könnten viele Wünsche der Schüler- und Lehrerschaft konkret umgesetzt werden, bilanzierte Mark Oberwinster als Vorsitzender des Fördervereins.

In den einzelnen Klassen- und Fachräumen spiegelte sich das bunte und erfrischende Schulleben in all seiner Vielfalt wider: Jeder einzelne Raum bot einen Zugang in eine neue pädagogische Erfahrungswelt: Im Textilraum präsentierte LFS-Lehrerin Maria Mund-Marek, wie kreativ man mit Stoffen und anderen Materialien umgehen kann und welchen Glanz in den Augen solche handwerklich selbst hergestellten Produkte auslösen können. In einem anderen Raum präsentierten Jugendliche ihre eigenen Bilder, die kürzlich noch im Kölner Maternushaus im Rahmen einer - von Kardinal Rainer Maria Woelki eröffneten - Ausstellung öffentlich zu sehen waren. Einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Moderne präsentierten Schülerinnen einer AG, die die 125-jährige Geschichte ihrer eigenen Schule als digitales Kahoot-Quiz erlebbar gemacht hatten. So konnten Eltern und Schüler beim „,Tag der offenen Tür“ spielerisch in die Schulhistorie eintauchen, während die jugendlichen Initiatoren des Kahoot-Quizes praxisnahe Erfahrungen bei der Gestaltung digitaler Computerspiele machten.

Den handlungsorientierten Bezug der Schule zu Natur & Schöpfung dokumentierten die Mitglieder der Bienen AG durch den Verkauf von selbstproduziertem Honig, während die Schülerlotsen mit ihren bunten Warnwesten darauf aufmerksam machten, dass sie mit ihrem vorbildlichen sozialen Engagement ein wichtiger Baustein in der Schulgemeinde der LFS Ratingen sind und bleiben. Die Fremdsprachen-Lehrer präsentierten Sprach-Spiele und schuleigene Austausch-Programme wie den Kontakt mit einer Schule im nordfranzösischen Le Quesnoy. Im Chemieraum wurde fleißig unter engagierter Anleitung von Fachlehrer*innen experimentiert.

„Ich bin glücklich, dass wir die zahlreichen Facetten unseres Schullebens beim Tag der offenen Tür so lebendig in Szene setzen konnten und an interessierte Schüler und Eltern das Signal senden konnten, wie wichtig uns jedes einzelne Kind ist“, bilanzierte LFS-Lehrerin Carla Mentzen, die das Event bestens organisiert hatte. Full House mit Joker!

Termine für persönliche Anmeldegespräche mit der Schulleitung können ab sofort über das Sekretariat der LFS Ratingen unter Telefon 02102 / 843012 zu den Öffnungszeiten des Sekretariates vereinbart werden.


„Echo“- Chor vor großem Konzert

Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte: 2 Konzertabende sofort ausverkauft

Der Ehemaligenchor der Liebfrauenschule ist sicher ein landesweit einmaliges Projekt, das nun schon seit fast 18 Jahren besteht. Im Jahre 2008 über einen Aufruf in der Rheinischen Post gegründet, trafen sich ehemalige Schülerinnen der Liebfrauenschule, um ihre Freude am Singen fortzuführen, nachdem sie die Schule verlassen hatten. Anja Reich, Gründungsmitglied dieser erste Stunde erinnert sich : 

„Die erste Probestunde nach über acht Jahren fühlte sich an wie eine Zeitreise in meine Jugend. Beim ersten Konzert mit „Gabriellas Sång“ liefen mir vor Rührung fast die Tränen. Bis heute empfinde ich es als großes Glück, jedes Jahr auf der Bühne zu stehen und Teil dieses Chores zu sein.“

Der Chor ist seit dem jedes Jahr in den Schulkonzerten der Liebfrauenschule mit umjubelten Darbietungen aufgetreten und in der Tradition der Schule ein reiner Frauenchor geblieben. Das Repertoire ist ständig gewachsen. Die Zahl der aktiven Sängerinnen schwankte beträchtlich, denn immer wieder kamen neue Sängerinnen dazu, andere verließen die Gemeinschaft aus familiären oder beruflichen Gründen. Mittlerweile wurden auch einige „nicht- ehemalige“ Damen aufgenommen, die einen Chor gesucht haben und nun mit Leidenschaft mitsingen. 

Chorleiter A. Schürmann: „In den letzten Jahren ist der Chor ständig gewachsen. Anscheinend haben wir auf der Bühne überzeugt und immer mehr Sängerinnen angezogen.“

Das Erfolgsrezept umschreibt er so: 
„Wichtig ist mir ein homogener Chorklang. Viele Popmusik-Arrangements sind eher simpel gestrickt, deshalb suche ich stets nach interessanten Versionen, die auch schon einmal sechsstimmig ausfallen können. Diese erzeugen beim Zuhören tiefergehende Emotionen.“

Ein Kennzeichen der Probenabende ist die besonders freundschaftliche und fröhliche Arbeitsatmosphäre, die durch die zum Teil Jahrzehnte bestehenden Schulfreundschaften, aber auch die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten der Liebfrauenschule geprägt sind. 


Anne Ridder: „So verschieden wir auch sind, wenn wir singen, sprechen wir eine gemeinsame Sprache - und jedes Mal, wenn wir mittwochs zur Probe in die Schule kommen, ist es wie eine kleine Zeitreise, die uns durch die Musik zu einer Gemeinschaft verbindet.“

Altsängerin Alina: „Die Proben sind Balsam für die Seele!
Die Stimmbänder kommen so richtig in Schwung, der Geist pausiert vom Alltag und ich gehe beschwingt nach Hause. Gemeinsam singen macht Spaß, tut gut, rührt, gibt Kraft und verbindet“ 

Am 7. und 8. November führt der Chor nun sein erstes eigenes Konzertprogramm in der Friedenskirche in Ratingen-Ost auf. Beide Konzerte waren innerhalb von 2 Wochen restlos ausverkauft. 


A. Schürmann: „Wir arbeiten schon am Programm für das nächste Jahr und freuen uns, dann wieder interessante Chorarrangements mit powervollem Sound präsentieren zu können. Chormusik ist immer Spannung, Emotion und Leidenschaft.“

Infos:
Kontakt: www.echo-ratingen.de
Mail: [email protected]
youtube: @echolfs & Musik an der Liebfrauenschule Ratingen

Die Liebfrauenschule Ratingen ist seit Jahrzehnten bekannt ist für ihre gute musikalische Ausbildung in Chor, Orchester und Schulband.

Im Ehemaligenchor singen zur Zeit 45 Sängerinnen.
Gesungen werden Popsongs, Filmmusik und zeitgenössische Chormusik wie z.B. von John Rutter