Französisch

Das Fach Französisch besteht nicht nur aus Vokabeln pauken, Grammatik lernen, Regeln finden und anwenden.

Es handelt sich zu einem großen Teil darum, sich die Fähigkeit der Kommunikation anzueignen. Es ist uns ein großes Anliegen, jede Schülerin zu ermutigen, ihre Angst vor dem Sprechen abzulegen, damit sie sich in einem französischsprachigen Land zurechtfinden oder andere bei der Verständigung unterstützen kann.

 

Ziele des Französischunterrichts sind:    

  •       Kontakt aufnehmen
  •       den Kontakt fortsetzen
  •         Gefühle, Wünsche formulieren
  •         erzählen, berichten
  •         Texte lesen und verstehen
  •         Texte hören und verstehen

 

Damit der Unterricht neben der notwendigen Theorie auch abwechslungsreiche praxisorientierte Phasen erhält, gibt es die diversesten schüler- und auf deren Wirklichkeit bezogene Unterrichtseinheiten:              

  •       Rollenspiele
  •       Lieder
  •         Erstellen von Plakaten, Postern, Fotomontagen, Fotogeschichten, Videos
  •         Interviews, Reportagen
  •         Gedichte
  •         evtl. Lesen von Kurzgeschichten/Comics
  •         Kochen französischer Gerichte (Crèpes, Mousse au chocolat)
  •         Besuch französischer Theaterstücke
  •         E-mail-Freundschaften
  •         Studienfahrten

Pflichtfach und Differenzierung: Das etwas andere Konzept

In der Jahrgangsstufe 6 wird für alle Schülerinnen und Schüler das Fach Französisch eingeführt.

Nach einem Jahr entscheiden sie sich entweder für die Fortsetzung oder Abwahl dieses Faches. In der Jahrgangsstufe 7 beginnt also die so genannte Differenzierung, die jedoch noch nicht endgültig ist.

Einmalig an unserer Schule ist die Möglichkeit einer erneuten Differenzierung. Dies bedeutet, dass am Ende der 7. Klasse wieder Wahlen anstehen und sich die Schülerinnen und Schüler jetzt erst, also nach knapp zwei Jahren Französischunterricht, für oder gegen die zweite Fremdsprache entscheiden können.

Dieses Konzept ist in sofern überzeugend, als dass sich die Schülerinnen und Schüler für ihre Schulkarriere wichtige Entscheidung Zeit lassen können und nicht unter Druck bereits am Ende der 6. Klasse eine Wahl treffen müssen, die bis zum Ende ihrer Realschullaufbahn nicht mehr geändert werden kann.

 

In den Jahrgangsstufen 6 und 7 genießen die Schülerinnen und Schüler einen 3-stündigen Französischunterricht.  Ab Klasse 8 wird auf 4 Stunden aufgestockt.

Frankreichaustausch

Als sich die Räder unseres Busses am kühlen Sonntagmorgen des 26. Januar in Richtung unserer Partnerschule im nordfranzösischen Le Quesnoy in Bewegung setzen und unser Gefährt das vertraute Schulgelände in Ratingen verlässt, ist neben der unverkennbaren Vorfreude auch ein wenig Anspannung in den Gesichtern der Schüler*innen abzulesen. Denn jede Reise ist ein Aufbruch zu neuen Anfängen - ein Loslassen vom Beckenrand des Bekannten und Bequemen. Besorgnis und Befreiung zugleich!

 

 Gut 300 Kilometer gilt es zurückzulegen, bevor uns unsere Gastfamilien zum Gegenbesuch in der 5.000 Einwohner zählenden Gemeinde Le Quesnoy im Département Nord aufnehmen. Kurz vor Weihnachten waren 20 Schüler*innen aus der Region Hauts-de-France, die in Deutschland insbesondere durch die erfolgreiche Filmkomödie „Willkommen bei den Sch´tis“ bekannt wurde, zu Besuch in Ratingen bei ihren Partnern aus der Jahrgangsstufe 9 der erzbischöflichen Liebfrauenschule. Wird es ein Wiedersehen mit Freunden? Naturellement! Werden wie beim Abschied in Ratingen bei der Ankunft in Frankreich Tränen der Freude fließen? Sans doute! Werden uns bei der Begrüßung die passenden Worte fehlen? Pas de problème!

 

Noch ist das Ziel unserer Reise nicht erreicht. Längst hat der Bus die deutsch-belgische Grenze überquert. Kein Zollamt hält uns auf! Frei wie die Grenzen sind unsere Herzen! Auf der europäischen Autobahn E 42 gleiten wir sanft über den Flüster-Asphalt. Doch als wir die belgischen Städte Charleroi, Namur und Mons passieren, meldet sich beim Blick aus dem Fenster ein krachendes Kopfkino! Denn auf diesem Boden tobten vor gut 100 Jahren die erbarmungslosen Schlachten des Ersten Weltkrieges. Auf diesem Boden standen sich 1914 im neutralen Belgien deutsche und französische Soldaten in der Schlacht von Namur (1914) Mann gegen Mann gegenüber. Ein Tête à Tête des tödlichen Terrors! Gewehre, Granatsplitter und Gasexplosionen toben in meinem Geist im Angesicht von tausenden Toten! Ist all das unseren Schüler*innen wirklich bewusst? Oder wissen sie es nur deshalb, weil sie sich die Topographie des Terrors für langweilende Leistungskontrollen mühsam „draufgeschraubt“ haben? Wir müssen ihnen davon berichten!

 

Wir nähern uns der Ratinger Partnerstadt Maubeuge, die nur 30 Kilometer von Le Quesnoy entfernt liegt. Unser Bus überquert die französische Grenze und die Schleier der Vergangenheit lichten sich. Dieu merci! Wir sind auf einer friedlichen Mission des Miteinanders! Geopolitische Grenzgänger im besten Sinne des Wortes! Eine Einladung von Freunden schlägt man nicht aus! Wer sonst sollte das fragile politische Projekt eines geeinten Europas rocken, wenn nicht Deutsche und Franzosen Hand in Hand! Gut 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges geben wir Lehrer*innen den Staffel-Stab der Stabilität an die Jugend weiter! Das ist der tiefere Sinn unserer Reise! Bienvenue en France! Bonne route!

 

(Markus Vorpeil)

 

 

 

Besuch in der Kulturhauptstadt Lille

 

Am vorletzten Tag ihres Frankreich-Austausches statteten die LFS-Schüler*innen gemeinsam mit ihren Partnern aus Le Quesnoy der traditionsreichen europäischen Kulturhauptstadt Lille einen Besuch ab. Die flämisch geprägte Metropole Nordfrankreichs unmittelbar an der Grenze zu Belgien kann mit einer wunderschönen Altstadt aufwarten - Power-Shopping inklusive! Doch auch die Kultur kam beim Rundgang durch das historische Zentrum der 230.000 Einwohner zählenden Grenzstadt nicht zu kurz: Im Musée des Beaux Arts bestaunten die Jugendlichen die wundervollen Werke der alten Meister.

 

DELF

„Nicht nur für die Schule sollt ihr lernen.“ Diesen Satz können die meisten unserer Schülerinnen und Schüler wahrscheinlich nicht mehr hören.

Wir nehmen eine kleine Korrektur dieses Satzes vor:

„Nicht nur für die Schule, sondern für das Sprachzertifikat am Institut français sollt ihr lernen.“

Diese Aussage prägt in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 vorübergehend den Französischunterricht. Von Oktober bis Januar wird ein Teil des vierstündigen Unterrichts von der anstehenden DELF-Prüfung bestimmt. Dabei wird viel Wert auf die verschiedenen kommunikativen Fertigkeiten wie Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen und Schreiben gelegt. Die Prüfung beruht natürlich auf freiwilliger Basis.

Ziel ist das Erreichen der Niveaustufen A1 und A2.

 

Aktuell : DELF 2014

Es folgt nun eine Information, die auf der Seite www.sprachzertifikat.org zu finden ist:

 

Das international anerkannte Sprachdiplom DELF (Diplôme d'Etudes en Langue Française) überprüft die Französisch-Kenntnisse von Nicht-Muttersprachlern und gliedert sich in folgende Niveaustufen:

  • A1, A2 (allgemeine Sprachverwendung)
  • B1, B2 (selbstständige Sprachverwendung)

Für Schüler gibt es einen speziellen Sprachtest (DELF scolaire) und einen für Jugendliche (DELF junior). Die Zertifikate wurden 2006 überarbeitet und an den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) angepasst. Durch die DELF-Prüfung können Sie ein unabhängiges Diplom erwerben, das Ihnen  mündliche und schriftliche Sprachfertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) bescheinigt.

Ablauf der Prüfungen

  • Der DELF scolaire des Referenzniveaus A1 besteht aus der Beantwortung eines schriftlichen Fragebogens und einer Hörverstehensübung und dauert etwa 1,5 Stunden. In einem kurzen Gespräch von etwa fünf Minuten wird der mündliche Ausdruck bewertet.
  • Beim DELF des Referenzniveaus A2 dauern Hörverstehenstest und schriftlicher Teil der Prüfung etwa 100 Minuten, die kurze mündliche Prüfung ca. zehn Minuten.
  • Die gleiche Zeit muss man zur Prüfung für das Referenzniveau B1 einrechnen, der mündliche Teil ist mit 15 Minuten etwas länger angelegt.
  • Bei der mündliche Prüfung zum Referenzniveau B2 stellen Sie sich den Prüfern ca. 20 Minuten. Auch der schriftliche Teil (inklusive Hörverstehen) ist mit 2,5 Stunden länger.